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VB.2025.00327

ZH Verwaltungsgericht

Staatshaftung

Staatshaftung für private Dienstwagennutzung

Veröffentlicht am 18. August

Entschieden am 30. Juli

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Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2025.00327
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Geschäftsnummer:
VB.2025.00327
Entscheidart und -datum:
Endentscheid vom 30.07.2026
Spruchkörper:
4. Abteilung/4. Kammer
Weiterzug:
Dieser Entscheid ist noch nicht rechtskräftig.
Rechtsgebiet:
Personalrecht
Betreff:
Schadenersatz
[Festlegung der Schadenersatzforderung der Stadt Zürich gegen einen Angestellten, der sich selbst und anderen Kadermitarbeitenden Dienstfahrzeuge zur exklusiven und privaten Nutzung überliess, ein Fahrzeug im städtischen Eigentum zu einem Preis deutlich unter dem Marktwert verkaufte und eine "schwarze Kasse" führte, aus der unter anderem ein zu teures Abschiedsgeschenk für einen pensionierten Mitarbeiter finanziert wurde. Der Angestellte ist der Ansicht, er sei nicht haftpflichtig (VB.2025.00327). Die Stadt macht geltend, die Vorinstanz habe zu Unrecht einen Teil der Forderungen als verwirkt betrachtet (VB.2025.00338).] Keine Zuständigkeit des Strafgerichts zur adhäsionsweisen Beurteilung der Ansprüche, da diese auf öffentlichem Recht basieren (E. 3.3 f.). Aber Berücksichtigung des dem Strafurteil zugrunde liegenden Sachverhalts (E. 3.5). Dass der Angestellte die ihm vorgeworfenen Handlungen begangen hat, ist erstellt (E. 3.7). Soweit die Vorwürfe gegen den Angestellten vom Strafurteil gedeckt sind, besteht keine Veranlassung, bezüglich der Widerrechtlichkeit der Handlungen und des Verschuldens des Angestellten von der Beurteilung der Strafbehörden abzuweichen (E. 4.3 f.). Auch die im Strafurteil nicht erwähnte Ausrichtung eines zu teuren Abschiedsgeschenks war widerrechtlich, weil sie entgegen dem einschlägigen Reglement erfolgte (E. 4.5). Die Höhe der einzelnen Schadenspositionen ist ausgewiesen (E. 5.2). Hypothetische Kosten, die der Arbeitgeberin auch bei rechtmässigem Alternativverhalten des (hierfür beweisbelasteten) Angestellten entstanden wären, können nicht bewiesen werden. Der Abzug, den die Vorinstanz unter diesem Titel vornahm, wurde jedoch von der Arbeitgeberin explizit anerkannt, weshalb es damit sein Bewenden hat (E. 5.3 f.). Die Fristen nach § 25 HaftungsG sind Verwirkungsfristen (E. 6.3). Die relative Verwirkungsfrist beginnt mit dem Zeitpunkt, in dem der Geschädigte tatsächlich Kenntnis vom Schaden hat, nicht mit demjenigen, in welchem er Kenntnis vom Schaden hätte erlangen können (E. 6.4.2). Vorliegend Kenntnisnahme durch die Arbeitgeberin erst im Frühjahr 2017 (E. 6.4.3 ff.). Die Verwirkungsfrist wird durch Geltendmachung beim "zuständigen Gericht" gewahrt. Für Schadenersatzforderungen gegenüber Angestellten ist dieser Zeitpunkt der Erlass der Rückforderungsverfügung. Die Frist steht überdies nach § 26 HaftungsG während eines laufenden Strafverfahrens still. Die relative Verwirkungsfrist ist vorliegend gewahrt (E. 6.4.7). Auch die absolute Verwirkungsfrist wird durch Erlass der Verfügung gewahrt. Die Forderung kann danach nicht mehr "unter der Hand des Gerichts" im Rechtsmittelverfahren verwirken. Die absolute Verwirkungsfrist ist gewahrt (E. 6.5.2 f.). Nachdem die Haftpflicht und die Schadenshöhe feststehen, hat das Gericht nach § 29 HaftungsG in Verbindung mit und die Ersatzpflicht festzulegen. Die Prüfung einer Herabsetzung der Ersatzpflicht hat von Amtes wegen zu erfolgen (E. 7.1). Herabsetzung der Ersatzpflicht wegen Mitverschuldens der Arbeitgeberin und anderer Angestellter (E. 7.2). Abzug Verrechnungsforderung (E. 8). Teilweise Gutheissung (VB.2025.00327). Abweisung (VB.2025.00338).
Stichworte:
ERSATZPFLICHT
KAUSALZUSAMMENHANG
RECHTMÄSSIGES ALTERNATIVVERHALTEN
SCHADENERSATZ
SCHADENERSATZBEMESSUNG
SCHADENSBERECHNUNG
STAATSHAFTUNGSVERFAHREN
STRAFURTEIL
ÜBRIGES ÖFFENTLICHES DIENSTRECHT
VERSCHULDEN
VERWIRKUNGSFRIST
WIDERRECHTLICHKEIT
Rechtsnormen:
§ 14 Abs. 1 HaftungsG
§ 18 HaftungsG
§ 18 lit. e HaftungsG
§ 19 Abs. 3 HaftungsG
§ 25 HaftungsG
§ 26 HaftungsG
§ 7 Abs. 1 VRG
Publikationen:
- keine -
Gewichtung:
(1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)
Gewichtung: 2
Verwaltungsgericht
des Kantons Zürich
4. Abteilung
VB.2025.00327,
VB.2025.00338
Urteil
der 4. Kammer
vom
30. Juli
2026
Mitwirkend: Abteilungspräsidentin
Tamara Nüssle (Vorsitz), Verwaltungsrichter Marco Donatsch, Verwaltungsrichter
Martin Bertschi,
Gerichtsschreiber
Dumenig Stiffler.
In Sachen
A,
vertreten
durch RA B,
Beschwerdeführer
(VB.2025.00327)
und Beschwerdegegner
(VB.2025.00338),
gegen
Stadt Zürich,
vertreten durch den Stadtrat von Zürich,
dieser vertreten durch die Vorsteherin
des Departements O,
Beschwerdegegnerin
(VB.2025.00327)
und Beschwerdeführerin
(VB.2025.00338),
betreffend Schadenersatz,
hat sich ergeben:
I.
A war vom 1. Juni 2008 bis
7. Juni 2017 Direktor der Dienststelle C der Stadt Zürich. Am 3. Juli
2024 verpflichtete der Stadtrat der Stadt Zürich A zur Zahlung von
Schadenersatz im Umfang von Fr. 287'944.- zuzüglich Zins von 5 % ab
verschiedenen Zeitpunkten und begründete dies im Wesentlichen damit, dass der
Stadt Zürich aufgrund verschiedener widerrechtlicher Handlungen von A während seiner
Anstellung ein Schaden in dieser Höhe entstanden sei.
II.
Einen hiergegen am 9. August
2024 erhobenen Rekurs von A hiess der Bezirksrat Zürich mit Beschluss vom 24. April
2025 teilweise gut und reduzierte die Schadenersatzforderung auf
Fr. 236'080.- zuzüglich Zins von 5 % ab verschiedenen Zeitpunkten
(Dispositiv-Ziff. I). Die Verfahrenskosten auferlegte er zu vier Fünfteln A
sowie zu einem Fünftel der Stadt Zürich (Dispositiv-Ziff. II) und sprach
keine Parteientschädigungen zu (Dispositiv-Ziff. III).
III.
A.
Am 26. Mai
2025 erhob A Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte sinngemäss, es
seien unter Entschädigungsfolge der Beschluss des Bezirksrats Zürich vom 24. April
2025 und die Verfügung des Stadtrats der Stadt Zürich vom 3. Juli 2024,
mit welchem er zur Leistung von Schadenersatz verpflichtet wurde,
vollumfänglich aufzuheben. Eventualiter sei die Sache zur Durchführung eines Beweisverfahrens
und zu neuer Entscheidung an den Bezirksrat zurückzuweisen. Das
Verwaltungsgericht eröffnete daraufhin das Geschäft VB.2025.00327.
Der Bezirksrat Zürich
verzichtete am 5. Juni 2025 auf Stellungnahme. Die Stadt Zürich beantragte
am 26. Juni 2025 die Abweisung der Beschwerde. A am 3. November 2025
und 5. Januar 2026 sowie die Stadt Zürich am 5. Dezember 2025 hielten
in der Folge an ihren Anträgen fest. Am 28. Mai 2026 ersuchte das
Verwaltungsgericht das Bezirksgericht Zürich amtshilfeweise um Zustellung von
Unterlagen aus dem gegen A wegen der von ihm zum Nachteil der Stadt Zürich
begangenen Delikte geführten Strafverfahren. Das Bezirksgericht reichte die
entsprechenden Unterlagen am 1. Juni 2026 ein. A nahm am 4. Juni 2026
hierzu Stellung.
B.
Die Stadt Zürich
erhob, vertreten durch die Vorsteherin des Departements O, am 28. Mai
2025 ebenfalls Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte sinngemäss,
in Abänderung von Dispositiv-Ziff. I des Beschlusses des Bezirksrats
Zürich vom 24. April 2025 sei A zu verpflichten, zusätzlich zum bereits
zugesprochenen Schadenersatz von Fr. 236'080.- einen Betrag von
Fr. 41'010.- zuzüglich Zins von 5 % seit dem 1. Oktober 2008 und
somit insgesamt Fr. 277'090.- zuzüglich Zins von 5 % ab verschiedenen
Zeitpunkten zu bezahlen. Das Verwaltungsgericht eröffnete daraufhin das
Geschäft VB.2025.00338.
Das Verwaltungsgericht forderte
die Vorsteherin des Departements O der Stadt Zürich mit Verfügung vom 5. Juni
2026 dazu auf, sich zu ihrer Vertretungsbefugnis für die Stadt Zürich zu
äussern. Die Stadt Zürich reichte eine entsprechende Stellungnahme am 18. Juni
2025 ein. Der Bezirksrat Zürich hatte schon am 12. Juni 2025 auf
Stellungnahme verzichtet. A beantragte am 25. Juni 2025 die Abweisung der
Beschwerde der Stadt Zürich unter Entschädigungsfolge und die Sistierung des Verfahrens
bis zum Abschluss des Beschwerdeverfahrens VB.2025.00327. Die Stadt Zürich
hielt am 9. Juli 2025 an ihrem Antrag in der Sache fest und beantragte die
Abweisung des Sistierungsantrags sowie die Vereinigung der Verfahren VB.2025.00327
und VB.2025.00338. Die Abteilungspräsidentin wies das Sistierungsgesuch von A
mit Verfügung vom 11. Juli 2025 ab und verzichtete einstweilen auf die
Vereinigung der Verfahren. In der Folge hielt A am 22. August 2025 und 3. November
2025 an seinen Anträgen in der Sache fest und beantragte, die beiden Verfahren
seien (definitiv) nicht zu vereinigen. Die Stadt Zürich verzichtete am 4. September
2025 auf weitere Vernehmlassung.
Die Kammer erwägt:
1.
1.1
Das
Verwaltungsgericht kann Verfahren vereinigen, wenn mehrere Begehren den
gleichen Sachverhalt betreffen und dieselben Rechtsfragen aufwerfen (§ 71
des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG, LS 175.2]
in Verbindung mit Art. 125 lit. c der Zivilprozessordnung vom 19. Dezember
2008 [SR 272]). Hier haben beide Beschwerden denselben Beschluss des Bezirksrats
Zürich betreffend dieselbe Schadenersatzforderung zum Gegenstand, weshalb die
Verfahren zu vereinigen sind.
1.2
Im Sinn der
einfacheren Lesbarkeit des vorliegenden Urteils wird in der Folge der
Beschwerdeführer im Verfahren VB.2025.00327 (Beschwerdegegner im Verfahren VB.2025.00338)
als Angestellter und die Beschwerdeführerin im Verfahren VB.2025.00338
(Beschwerdegegnerin im Verfahren VB.2025.00327) als Arbeitgeberin bezeichnet.
1.3
Das Verwaltungsgericht ist für Beschwerden gegen
Rekursentscheide eines Bezirksrats betreffend Anordnungen einer politischen
Gemeinde in personalrechtlichen Angelegenheiten nach §§ 41 ff. VRG
zuständig. Hiervon sind auch Haftungsansprüche des Gemeinwesens gegen seine
Mitarbeitenden erfasst (vgl. § 19 Abs. 3 des Haftungsgesetzes vom 14. September
1969 [HaftungsG, LS 170.1]).
1.4
Die Arbeitgeberin verlangt vom Angestellten zusätzlichen
Schadenersatz in der Höhe von Fr. 41'010.-. Dieser wiederum bestreitet
seine – von der Vorinstanz betragsmässig auf Fr. 236'080.- festgelegte –
Haftung als Ganzes. In beiden Verfahren beträgt der Streitwert damit mehr als
Fr. 20'000.-, womit die Angelegenheit in die Zuständigkeit der Kammer
fällt (§ 38 Abs. 1 in Verbindung mit § 38b Abs. 1 lit. c
e contrario VRG).
1.5
1.5.1
Die
Beschwerdelegitimation des Angestellten sowie die weiteren
Prozessvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf seine Beschwerde
ist einzutreten.
1.5.2
Nach § 49
in Verbindung mit § 21 Abs. 2 lit. a VRG sind Gemeinden und
andere Träger öffentlicher Aufgaben mit Rechtspersönlichkeit unter anderem
beschwerdeberechtigt, wenn sie durch die Anordnung wie eine Privatperson
berührt sind und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung
haben. Die Arbeitgeberin ist, soweit sie mit ihrer Beschwerde eine Erhöhung des
ihr zugesprochenen Schadenersatzes aufgrund von Pflichtverletzungen des Angestellten
verlangt, betroffen wie eine Privatperson (vgl. Martin Bertschi, in: Alain
Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich
[Kommentar VRG], 3. A., Zürich 2014, § 49 N. 1 in Verbindung mit
§ 21 N. 103). Sie ist daher beschwerdelegitimiert. Der Stadtrat hat
die Beschwerdeerhebung beschlossen (vgl. Art. 88 der Gemeindeordnung der
Stadt Zürich vom 13. Juni 2021 [AS 101.100] in Verbindung mit Art. 13
des Reglements über Organisation, Aufgaben und Befugnisse der Stadtverwaltung vom
15. Dezember 2021 [ROAB, AS 172.101]), womit die Vorsteherin des Departements O
im Namen der Arbeitgeberin Beschwerde führen durfte (vgl. Art. 47 Abs. 1
ROAB). Auch auf die Beschwerde der Arbeitgeberin ist daher einzutreten.
2.
Der Angestellte wurde am 15. November
2023 vom Bezirksgericht Zürich für Handlungen im Zusammenhang mit seiner
Tätigkeit für die Arbeitgeberin im abgekürzten Verfahren der mehrfachen
ungetreuen Amtsführung, der mehrfachen Urkundenfälschung im Amt und der
ungetreuen Geschäftsbesorgung für schuldig erklärt. Dieser Verurteilung lagen –
soweit hier relevant – die Überlassung von Dienstfahrzeugen zur exklusiven und
privaten Nutzung an sich selbst und andere Kadermitarbeitende der
Arbeitgeberin, der Verkauf von Fahrzeugen im städtischen Eigentum zu einem
Preis deutlich unter dem Marktwert und das Führen einer "schwarzen
Kasse", aus der Mitarbeiteranlässe, Abschiedsgeschenke und dergleichen
finanziert wurden, zugrunde (vgl. auch unten E. 3.6). Im Urteilsdispositiv
wurde auch vorgemerkt, dass der Angestellte die "Zivilansprüche" der
Arbeitgeberin dem Grundsatz nach anerkannt habe. Dieses Urteil erwuchs
unangefochten in Rechtskraft.
Die Arbeitgeberin verfügte in der
Folge eine Schadenersatzforderung gegen den Angestellten in Höhe von
Fr. 287'944.- zuzüglich Zinsen. Diese setzt sich wie folgt zusammen:
Fr. 73'044.- für die Differenz
zwischen dem von der Arbeitgeberin bezahlten Kaufpreis und dem später von ihr
vereinnahmten Erlös beim Verkauf des Fahrzeugs, welches der Angestellte für
sich selbst beschafft hatte;
Fr. 231'455.- für die Differenz
zwischen den von der Arbeitgeberin bezahlten Kaufpreisen und den später von ihr
vereinnahmten Erlösen beim Verkauf der Fahrzeuge, welche der Angestellte für
sieben andere Kadermitarbeitende beschafft hatte;
Fr. 10'945.- für die Differenz zwischen
dem Marktwert zum Zeitpunkt des Verkaufs und dem tatsächlich zugunsten der
Arbeitgeberin erzielten Erlös für ein Fahrzeug im Eigentum der Arbeitgeberin,
das der Angestellte an einen in Pension gehenden Mitarbeiter verkaufte;
Fr. 1'000.- für die Ausrichtung
eines Abschiedsgeschenks im Wert von Fr. 3'000.- an denselben in Pension
gehenden Mitarbeiter aus der "schwarzen Kasse" in Überschreitung der
für solche Ausgaben reglementarisch vorgeschriebenen Betragsgrenze von
Fr. 2'000.-;
ein
Abzug
von Fr. 28'500.-
für den Gewinn, welchen die Arbeitgeberin durch den Verkauf eines in Verletzung
der Amtspflichten vom Angestellten auf Rechnung der Arbeitgeberin gekauften und
restaurierten Oldtimers erzielte.
Die Vorinstanz zog in teilweiser
Gutheissung des Rekurses des Angestellten einen weiteren Betrag im Umfang von
Fr. 10'854.- von der Schadenersatzforderung ab, was sie damit begründete,
dass zumindest in diesem Umfang sowieso Spesen für die Arbeitgeberin angefallen
wären, hätte der Angestellte nicht sich selbst und den anderen
Kadermitarbeitenden (zu Unrecht) Dienstfahrzeuge zur Verfügung gestellt. Im
Übrigen erachtete sie eine Teilforderung im Umfang von Fr. 41'010.- für
verwirkt. Im Resultat reduzierte sie die Schadenersatzforderung der
Arbeitgeberin damit auf Fr. 236'080.-. Dieser Betrag setzt sich im
Einzelnen wie folgt zusammen:
Schadensposition
(chronologisch nach Schadenseintritt)
Schadenersatz gem.
Verfügung Arbeitgeberin
Reduktion im
Rekursverfahren
Schadenersatz gem.
Rekursentscheid
Fahrzeug E
Fr. 41'010.-
Fr. 41'010.- (
Verwirkung
Fr. 0.-
Abschiedsgeschenk
Fr. 1'000.-
Fr. 1'000.-
Fahrzeug F
Fr. 39'686.-
Fr. 1'620.- (
hypoth.
Spesen)
Fr. 38'066.-
Fahrzeug G
Fr. 28'280.-
Fr. 1'620.- (
hypoth.
Spesen)
Fr. 26'660.-
Fahrzeug Angestellter
Fr. 73'044.-
Fr. 2'754.- (
hypoth.
Spesen)
Fr. 70'290.-
Fahrzeug H
Fr. 27'697.-
Fr. 1'350.- (
hypoth.
Spesen)
Fr. 26'347.-
Verkauf Fahrzeug an
pensionierten Mitarbeiter
Fr. 10'945.-
Fr. 10'945.-
Fahrzeug I
Fr. 43'913.-
Fr. 1'350.- (
hypoth.
Spesen)
Fr. 42'563.-
Fahrzeug J
Fr. 25'525.-
Fr. 1'350.- (
hypoth.
Spesen)
Fr. 24'175.-
Fahrzeug K
Fr. 25'344.-
Fr. 810.- (
hypoth.
Spesen)
Fr. 24'534.-
Abzug Verkauf Oldtimer
– Fr. 28'500.-
– Fr. 28'500.-
Total
Fr. 287'944.-
Fr. 51'864.-
Fr. 236'080.-
Der
Angestellte macht vor Verwaltungsgericht geltend, er schulde der Arbeitgeberin
nichts. Die Arbeitgeberin akzeptiert den von der Vorinstanz vorgenommenen Abzug
von Fr. 10'854.- für aufgrund der schädigenden Handlungen des Angestellten
bei ihr nicht angefallene Kosten, beanstandet aber die vorinstanzliche
Feststellung der Verwirkung ihres Schadenersatzanspruchs im Umfang von
Fr. 41'010.-.
3.
3.1
Nach § 14
Abs. 1 in Verbindung mit § 2 Abs. 1 HaftungsG haftet der
Angestellte für den Schaden, den er der Gemeinde durch vorsätzliche oder
grobfahrlässige Verletzung seiner Amtspflichten zufügt.
3.2
Die Vorinstanz
erwog im angefochtenen Beschluss, dass der Angestellte im rechtskräftigen
Strafurteil des Bezirksgerichts Zürich vom 15. November 2023 die
"Zivilansprüche" der Arbeitgeberin dem Grundsatz nach (wenn auch
nicht der Höhe nach) anerkannt habe. Hiermit sei abschliessend darüber
entschieden, dass der Angestellte in Ausübung seiner Amtspflichten die
Arbeitgeberin widerrechtlich und mit Verschulden geschädigt habe. Über diese
Haftungsvoraussetzungen müsse daher nicht mehr entschieden werden und es könne
nur noch um die Höhe des zu gewährenden Schadenersatzes gehen.
3.3
Zwar trifft es
nach Art. 362 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 126 Abs. 3 der Strafprozessordnung
vom 5. Oktober 2007 (StPO, SR. 312.0) grundsätzlich zu, dass das
Strafgericht (auch im abgekürzten Verfahren) über Zivilansprüche auch nur dem
Grundsatz nach selbst entscheiden und sie im Übrigen auf den Zivilweg verweisen
kann. In einer solchen Konstellation ist der Grundsatzentscheid über die
Zivilansprüche in der Folge für die Zivilgerichte bindend (vgl. Annette Dolge,
Basler Kommentar, 2023, N. 47). Dies lässt sich jedoch
nicht auf die vorliegende Konstellation übertragen.
Es entspricht ständiger
bundesgerichtlicher Rechtsprechung, dass Ansprüche, die sich aus öffentlichem
Recht ergeben, nicht adhäsionsweise im Strafprozess geltend gemacht werden
können. Hierzu gehören auch solche öffentlich-rechtliche Ansprüche, die sich aus
Staatshaftungsrecht ergeben (vgl. BGE 146 IV 76 E. 3.1, 133 IV 228 E. 2.3.3,
131 I 455 E. 1.2.4, 128 IV 188 E. 2.2 f.; zuletzt bestätigt in
BGr, 21. August 2025, 7B_382/2025, E. 2.1). Zwar handelt es sich beim
vorliegenden Streitgegenstand trotz Anwendbarkeit des kantonalen
Haftungsgesetzes nicht um eigentliche Staatshaftungsansprüche, da es nicht um
Ansprüche
gegen
das Gemeinwesen geht. Aber die Haftungsansprüche des Gemeinwesens
gegen seine Angestellten
sind ebenfalls im Haftungsgesetz geregelt
(§ 14 HaftungsG) und unterstehen damit dem kantonalen öffentlichen Recht
des Kantons Zürich und nicht dem Bundeszivilrecht. Sie können daher nicht
adhäsionsweise geltend gemacht werden und die Strafgerichte sind nicht
zuständig, hierüber zu entscheiden.
3.4
Bei dieser
Ausgangslage kann offenbleiben, ob die im Dispositiv des Strafurteils des Bezirksgerichts
Zürich enthaltene "Vormerknahme" der grundsätzlichen
Forderungsanerkennung des Angestellten überhaupt einen Entscheid über den
Bestand der betreffenden Forderungen darstellt. Sowieso vermochte ein vom
Bezirksgericht gefällter Entscheid über die Ansprüche der Arbeitgeberin gegen
den Angestellten für das öffentlich-rechtliche Haftungsverfahren keine
Bindungswirkung zu entfalten, da es dem Bezirksgericht nach dem Gesagten für
einen solchen Entscheid an der Zuständigkeit fehlte. Entsprechend kann dem
Angestellten entgegen der Ansicht der Vorinstanz auch nicht entgegengehalten
werden, über den Grundsatz seiner Haftung für die von ihm begangenen Straftaten
zulasten der Arbeitgeberin sei bereits abschliessend entschieden worden.
3.5
Das hat aber nicht
zur Folge, dass das Strafurteil keine Bedeutung hat: Der Untersuchungsgrundsatz
(§ 7 Abs. 1 VRG) verpflichtet die Verwaltungsbehörden von Amtes wegen
dazu, für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen
Sachverhalts zu sorgen. Diese Pflicht wird regelmässig eingeschränkt, wenn der
gleiche Sachverhalt zuvor bereits im Rahmen eines Strafverfahrens ermittelt
wurde. Um widersprüchliche Entscheide zu vermeiden, darf die Verwaltungsbehörde
in solchen Fällen von den tatsächlichen Feststellungen eines Strafgerichts nur
unter gewissen Voraussetzungen abweichen. Gemäss der zum Strassenverkehrsrecht
ergangenen Rechtsprechung darf die für den Führerausweisentzug zuständige
Verwaltungsbehörde bei Vorliegen eines rechtskräftigen Strafentscheids von
dessen Tatsachenfeststellungen nur abweichen, wenn sie Tatsachen feststellt und
ihrem Entscheid zugrunde legt, die dem Strafgericht unbekannt waren, wenn sie
zusätzliche Beweise erhebt oder wenn das Strafgericht bei der Rechtsanwendung
auf den Sachverhalt nicht alle Rechtsfragen abgeklärt hat. Bei der rechtlichen
Würdigung des Sachverhalts ist die Verwaltungsbehörde demgegenüber
grundsätzlich nicht an das Strafurteil gebunden (vgl. § 7 Abs. 4 VRG).
Zurückhaltung ist indessen dann geboten, wenn die Rechtsanwendung stark von der
Würdigung von Tatsachen abhängt, welche die Strafbehörde besser kennt als die
Verwaltungsbehörde (VGr, 30. Januar 2025, VB.2024.00364, E. 2.1 mit
zahlreichen Hinweisen).
3.6
Aus dem Strafurteil vom 15. November 2023 und der
Anklageschrift vom 8. September 2023 sowie der Einvernahme des Angestellten
anlässlich der Hauptverhandlung ergibt sich in tatsächlicher Hinsicht
abschliessend und für das Verwaltungsgericht nach dem zuvor Gesagten
grundsätzlich verbindlich, (1) dass der Angestellte wiederholt eigenmächtig, in
Kenntnis der fehlenden gesetzlichen oder reglementarischen Grundlagen, die
exklusive und private Nutzung von städtischen Personenwagen für fünf
ausgewählte Kadermitarbeitende der Dienststelle C der Stadt Zürich zu
deutlich zu vorteilhaften Konditionen bewilligte und zu diesem Zweck im Namen
und auf Kosten der Arbeitgeberin fünf Neuwagen im Gesamtwert von rund
Fr. 220'000.- anschaffte; (2) dass er eigenmächtig und ohne gesetzliche
oder reglementarische Grundlage im Dezember 2012 einen Neuwagen aus dem
Premiumsegment im Wert von rund Fr. 104'000.- im Namen und auf Kosten der
Arbeitgeberin anschaffte, um diesen selbst exklusiv und privat zu nutzen, wobei
diese Nutzung ebenfalls zu deutlich zu vorteilhaften Konditionen erfolgte; (3)
dass er im Mai 2012 einem in Pension gehenden Mitarbeitenden ein Fahrzeug für Fr. 555.-
verkaufte, obwohl er wusste, dass dies unter keiner Prämisse zu rechtfertigen
war; (4) dass er mit diesem Vorgehen eine irreguläre Besserstellung seiner
selbst und der besagten Kadermitarbeitenden beabsichtigte und in Kauf nahm,
dass das öffentliche Interesse ideell geschädigt und das Vertrauen der
Öffentlichkeit in ein regelkonformes Handeln der Angehörigen der Verwaltung
geschädigt wurde; (5) dass er in Verletzung seiner Vermögensfürsorge- und
Sorgfaltspflichten seit dem Jahr 2001 eine physische "schwarze Kasse"
führte bzw. weiterführte, welche aus den Erlösen aus dem Verkauf von älteren
Fahrzeugen und weiterem Material der Dienstabteilung gespeist wurde, wobei die
Kasse für die Bezahlung von Mitarbeiteranlässen, Abschiedsgeschenken und
dergleichen verwendet wurde und er in Kauf nahm, dass dieses Geld der
Arbeitgeberin verheimlicht wurde.
3.7
Betreffend die in der Ausgangsverfügung vom 3. Juli
2024 genannten schädigenden Handlungen ist durch das Strafurteil und die zugrunde
liegende Anklageschrift erstellt, dass der Angestellte für sich selbst und vier
Kadermitarbeitende (F, G, H und I) Dienstfahrzeuge zur exklusiven und privaten
Nutzung beschafft hat sowie dass er ein Fahrzeug einem in Pension gehenden
Mitarbeiter zu einem zu tiefen Preis verkauft hat. Nicht im Anklagevorwurf und
damit auch nicht im Strafurteil enthalten war jedoch die in der Verfügung vom
3. Juli 2024 überdies geltend gemachte Überlassung von Dienstfahrzeugen
zur exklusiven und privaten Nutzung an zwei weitere Kadermitarbeiter (J und K)
sowie das ausgerichtete zu teure Abschiedsgeschenk. Ausserdem liess das
Strafgericht eine der angeklagten Überlassungen eines Dienstfahrzeugs – für
welche die Arbeitgeberin ebenfalls Schadenersatz fordert – ausser Acht, da
diesbezüglich die Verfolgungsverjährung eingetreten sei. Hingegen wurde der
Angestellte für eine weitere Überlassung eines Dienstfahrzeugs verurteilt (L),
für welche die Arbeitgeberin in ihrer Verfügung vom 3. Juli 2024 keinen
Schadenersatz forderte.
Dennoch können auch die drei
nicht im Strafverfahren behandelten Überlassungen von Fahrzeugen, für welche
die Arbeitgeberin Schadenersatz fordert (E, J und K), als erstellt gelten. Der
Angestellte hat diesbezüglich die Sachverhaltsdarstellung der Vorinstanz
explizit anerkannt und es ergeben sich überdies sowohl die Kaufverträge als
auch die Überlassungsverträge für die Fahrzeuge aus den Akten. Entsprechend sind
alle Überlassungen von Fahrzeugen an insgesamt sieben Kadermitarbeitende erstellt.
Was die "schwarze Kasse" betrifft, so enthält die Anklage bzw. das
Strafurteil keine Details zu den einzelnen aus dieser Kasse getätigten
Transaktionen. Jedoch anerkannte der Angestellte, aus der "schwarzen
Kasse" ein Abschiedsgeschenk in Höhe von Fr. 3'000.- ausgerichtet zu
haben. Seine Bestreitungen beziehen sich einzig auf die Frage, ob das Vorgehen
tatsächlich widerrechtlich war, worauf sogleich eingegangen wird.
4.
4.1
Eine
Vermögensschädigung erfolgt widerrechtlich, wenn sie gemäss § 14 HaftungsG
in vorsätzlicher oder grobfahrlässiger Verletzung einer Amtspflicht erfolgt.
Amtspflichten können in einem Gesetz oder in einer Verordnung enthalten sein;
auch ein Verstoss gegen allgemeine Verwaltungsanweisungen oder gegen Pflichten,
welche sich aus dem Pflichtenheft des fraglichen Angestellten ergeben, kann
eine Amtspflichtverletzung darstellen. Zu den Amtspflichten gehört sodann die
Treuepflicht, wonach alles zu unterlassen ist, was die Interessen des Staats
beeinträchtigt (vgl. zum Ganzen VGr, 10. Februar 2010, PB.2009.00032,
E. 2.4 mit zahlreichen Hinweisen). Im Sinn von Art. 77 des (Stadtzürcher)
Personalrechts vom 6. Februar 2002 (AS 177.100) müssen die
städtischen Angestellten rechtmässig handeln und die ihnen übertragenen
Aufgaben persönlich, sorgfältig, wirtschaftlich und im Interesse der Stadt und
ihrer Bewohnerinnen und Bewohner ausführen.
4.2
Der
Verschuldensbegriff wird sowohl im privaten wie auch im öffentlich-rechtlichen
Haftpflichtrecht objektiviert. Massstab dieses objektivierten Verschuldens ist
das als angebracht erachtete Verhalten eines durchschnittlichen Angestellten
mit gleichem Alter, gleicher Lohnklasse, Diensterfahrung und Ausbildung. Die
Begriffe des Vorsatzes und der groben Fahrlässigkeit sind die gleichen wie im
privatrechtlichen Haftpflichtrecht. Vorsatz liegt vor, wenn die schädigende
Handlung mit Wissen und Willen begangen worden ist; der Angestellte muss sich
über die Konsequenzen seiner Tätigkeit bewusst sein und diese anstreben,
voraussetzen oder zumindest in Kauf nehmen. Grobe Fahrlässigkeit liegt vor,
wenn der schädigende Angestellte die erforderliche Sorgfalt in krasser Weise
verletzte, wenn ihm also der Vorwurf der Missachtung elementarer Vorsichtsgebote
gemacht werden kann (vgl. zum Ganzen VGr, 10. Februar 2010, PB.2009.00032,
E. 2.6 mit zahlreichen Hinweisen).
4.3
Dass sämtliche
schädigenden Handlungen vom Angestellten in Ausübung seiner amtlichen Tätigkeit
ausgeführt wurden, ist unbestritten. Ebenso besteht keine Veranlassung dazu,
bezüglich der Widerrechtlichkeit der Handlungen oder bezüglich des Verschuldens
für diejenigen Handlungen, welche durch das Strafurteil des Bezirksgerichts
Zürich abgedeckt sind, eine andere rechtliche Würdigung vorzunehmen als die
Strafbehörden: Der Angestellte gestand im Strafverfahren ausdrücklich, dass er
entgegen den geltenden gesetzlichen und reglementarischen Grundlagen bzw.
seinen Vermögensfürsorge- und Sorgfaltspflichten handelte und dass er sich
dessen bewusst war, womit er zumindest eventualvorsätzlich handelte. Hierauf
ist er zu behaften. Er wurde denn auch wegen ungetreuer Amtsführung verurteilt.
Dies bedingt die Schädigung der vom Angestellten zu wahrenden öffentlichen
Interessen als objektive Tatbestandsvoraussetzung (vgl. Art. 314 des Strafgesetzbuchs
vom 21. Dezember 1937 [SR 311.0]).
4.4
Dass dies darüber
hinaus auch für diejenigen überlassenen Fahrzeuge gelten muss, die nicht vom
Anklagevorwurf erfasst waren bzw. die aufgrund der Verfolgungsverjährung nicht
strafrechtlich beurteilt wurden, versteht sich von selbst, zumal keine
relevanten Unterschiede zwischen diesen Überlassungen und denjenigen, für
welche der Angestellte verurteilt wurde, ersichtlich sind. Vor diesem Hintergrund
muss hier nicht weiter auf die Ausführungen in seiner Beschwerde betreffend "ausdrückliche
oder stillschweigende Bewilligung der Anschaffung der Geschäftsfahrzeuge"
eingegangen werden (vgl. aber hinten zur Bemessung der Ersatzleistung E. 7.2.1),
die im Kern die Frage der Widerrechtlichkeit bzw. einer Rechtfertigung der
Handlungen oder des Verschuldens betreffen, und stellt es keine Verletzung des Anspruchs
des Angestellten auf rechtliches Gehör dar, dass die Vorinstanz sich nicht mit
diesen Argumenten befasste und auch keine Beweise hierzu abnahm.
4.5
Hingegen ist auf
die Argumentation des Angestellten betreffend seine Ausgabenkompetenz, mit der
er die Ausrichtung des Abschiedsgeschenks in Höhe von Fr. 3'000.-
rechtfertigt, einzugehen. Bezüglich dieser Handlung liegt keine strafrechtliche
Verurteilung vor und der Angestellte anerkannte weder im Straf- noch im
vorliegenden Verwaltungsverfahren deren Widerrechtlichkeit.
4.5.1
Zwar ist
zutreffend, dass der Angestellte über eine Finanzkompetenz von
Fr. 200'000.- für neue Ausgaben verfügte (vgl. Art. 45 lit. a
der Geschäftsordnung des Stadtrats vom 10. Dezember 2003 [in der Fassung,
wie sie während der ganzen Dienstzeit des Angestellten in Kraft stand; AS 172.100]).
Diese Kompetenz bezieht sich jedoch nur auf budgetierte neue Ausgaben für einen
bestimmten Zweck. Daraus kann nicht abgeleitet werden, dass der Angestellte
diesen Betrag losgelöst von übrigen Bestimmungen des kommunalen Rechts hätte
ausgeben können. Diesbezüglich ist zu beachten, dass der Anhang zum städtischen
Reglement über besondere Auslagen vom 10. April 2002 (AS 177.150)
explizit vorsieht, dass für ein Abschiedsgeschenk an höheres Kader bei
Beendigung des Arbeitsverhältnisses maximal Fr. 2'000.- zulasten der Stadt
belastet werden dürfen. Diese Regelung verletzte der Angestellte mit der
Ausrichtung eines Abschiedsgeschenks im Wert von Fr. 3'000.- zulasten der
Arbeitgeberin, womit auch diese Handlung widerrechtlich war. Ob der Angestellte
vorsätzlich handelte, kann offenbleiben, da ihm zumindest Grobfahrlässigkeit
vorzuwerfen ist: Eine Person in der Stellung des Angestellten (Direktor einer
Dienststelle) muss Kenntnis von den eigenen Finanzkompetenzen haben und damit
rechnen, dass aus staatlichen Mitteln ausgerichtete Abschiedsgeschenke
betragsmässig einer Beschränkung unterliegen. Wäre der Angestellte
diesbezüglich unsicher gewesen, hätte er entsprechende Nachforschungen
anstellen oder sich beraten lassen müssen (vgl. auch VGr, 10. Februar 2010,
PB.2009.00032, E. 2.6 5. Absatz).
4.5.2
Soweit der Angestellte
dem in Pension gehenden Mitarbeiter ein städtisches Fahrzeug zu günstig verkaufte,
anerkannte er bereits im Strafverfahren, dass er vorsätzlich gehandelt hatte
und dass die Handlung widerrechtlich gewesen war. Ohnehin ergibt sich die
Widerrechtlichkeit aber auch daraus, dass es sich bei diesem Verkauf um eine
gemischte Schenkung zulasten der Arbeitgeberin handelte, wobei die
Beitragsgrenze für Abschiedsgeschenke für den genannten Mitarbeiter bereits mit
dem ausgerichteten Abschiedsgeschenk überschritten worden war und somit kein
Raum für weitere Zuwendungen bestand. Auch diese Transaktion lässt sich daher
nicht mit der Finanzkompetenz des Angestellten rechtfertigen.
4.5.3
Falls die
Vorinstanz das rechtliche Gehör des Angestellten damit verletzt haben sollte,
dass sie sich mit seinen Argumenten zur Ausgabenkompetenz nicht
auseinandersetzte, so wäre diese Gehörsverletzung hiermit geheilt, zumal in
diesem Punkt nur eine Frage der korrekten Rechtsanwendung im Streit lag, bei
deren Beurteilung dem Verwaltungsgericht die gleiche Kognition zukommt wie der
Vorinstanz (vgl. VGr, 22. Januar 2026, VB.2024.00648, E. 2.2).
4.6
Umstritten bleibt
bei diesem Ergebnis lediglich die Frage, ob bei der Arbeitgeberin ein Schaden
eingetreten ist und wenn ja, in welcher Höhe. In diesem Zusammenhang ist auch zu
klären, ob die Kausalität zwischen den schädigenden Handlungen und dem
eingetretenen Schaden zu verneinen ist, weil dieser Schaden auch bei
rechtmässigem Alternativverhalten des Angestellten ganz oder zumindest
teilweise eingetreten wäre.
5.
5.1
Nach der
sogenannten Differenzhypothese entspricht der Schaden der Differenz zwischen
dem gegenwärtigen Vermögensstand einer geschädigten Person und dem Stand, den
das Vermögen ohne das schädigende Ereignis hätte (vgl. VGr, 8. September 2020,
VB.2019.00546, E. 2.2.1).
5.2
5.2.1
Hätte der
Angestellte nicht widerrechtlich für sich selbst und sieben andere
Kadermitarbeitende Fahrzeuge zur privaten Nutzung auf Kosten der Arbeitgeberin
beschafft, hätte die Arbeitgeberin die Kaufpreise für diese Fahrzeuge nicht
bezahlen müssen und wäre ihr Vermögen um diesen Betrag höher. Ihr ist
entsprechend ein Schaden entstanden, der aus den Kaufpreisen der Fahrzeuge
besteht, aber durch die späteren Verkaufserlöse bei deren Verkauf teilweise
wieder gedeckt wurde. Die Schadensberechnung der Vorinstanzen, wonach so ein
Schaden von insgesamt Fr. 303'499.- (Fr. 73'044.- [Fahrzeug
Angestellter] + Fr. 231'455.- [Fahrzeuge andere
Kadermitarbeitende]) entstand, ist nicht zu beanstanden. Sowohl die Kaufs- als
auch die Verkaufspreise ergeben sich aus den Akten.
5.2.2
Hätte der
Angestellte dem in Pension gehenden Mitarbeiter ein städtisches Fahrzeug nicht
widerrechtlich zu einem Preis deutlich unter dem Marktpreis verkauft, hätte die
Stadt beim Verkauf einen höheren Erlös erzielt. Dass das Fahrzeug zum Zeitpunkt
des Verkaufs rund Fr. 11'500.- wert war, wurde vom Angestellten im
Strafverfahren explizit anerkannt. Dass das Fahrzeug stattdessen für
Fr. 555.- verkauft wurde, ergibt sich aus den Akten. Hieraus resultiert
ein Schaden von Fr. 10'945.-. Ob das Fahrzeug bereits buchhalterisch
abgeschrieben war oder nicht, spielt keine Rolle. Entweder machte die Arbeitgeberin
bei dem vom Angestellten vorgenommenen Verkauf einen Verlust (weil das Fahrzeug
zu einem tieferen Wert verkauft wurde, als es verbucht war) oder einen zu
tiefen Gewinn (weil das Fahrzeug in der Buchhaltung bereits abgeschrieben war,
aber ein tieferer Gewinn erzielt wurde, als bei einem Verkauf auf dem freien
Markt möglich gewesen wäre). Beides stellte einen Schaden der Arbeitgeberin
nach der Differenzhypothese dar. Damit ist auch diese Schadensposition
ausgewiesen.
5.2.3
Hätte der
Angestellte die reglementarische Betragsgrenze für Abschiedsgeschenke
eingehalten, hätte er dem in Pension gehenden Mitarbeiter ein Abschiedsgeschenk
im Wert von höchstens Fr. 2'000.- ausgerichtet. Dadurch, dass er
stattdessen ein Geschenk im Wert von Fr. 3'000.- ausrichtete, verringerte
sich das Vermögen der Arbeitgeberin um Fr. 1'000.- zu viel, was ebenfalls
einen Schaden darstellt.
5.2.4
Nach dem
Gesagten wurde die Schadenshöhe für alle geltend gemachten Schadenspositionen
von der Arbeitgeberin ausgewiesen. Insofern zielen die Ausführungen des Angestellten,
wonach die Vorinstanz den Schaden unzulässigerweise nach Art. 42 Abs. 2
OR geschätzt habe, ins Leere. Die Schätzung erfolgte viel mehr nur im
Zusammenhang mit einer von der Vorinstanz vorgenommenen Reduktion der
Schadenersatzforderung zugunsten des Angestellten (vgl. sogleich E. 5.3.2).
5.3
Zu klären bleibt, ob der entstandene
Schaden zu reduzieren ist, weil der Arbeitgeberin auch bei rechtmässigem
Alternativverhalten des Angestellten gewisse Kosten entstanden wären. In diesem
Zusammenhang hat die Vorinstanz bereits einen Abzug von Fr. 10'854.-
vorgenommen. Dies begründete sie damit, dass der Angestellte und die übrigen
Kadermitarbeitenden, denen zu Unrecht ein Dienstfahrzeug zur Verfügung gestellt
wurde, ohne diese Fahrzeuge vereinzelt hätten Dienstfahrten im öffentlichen
Verkehr auf Kosten der Arbeitgeberin vornehmen müssen. Die Kosten schätzte die
Vorinstanz auf Fr. 270.- pro Person und pro Jahr
. Für das Fahrzeug des Angestellten nahm sie zudem einen
weiteren Abzug gestützt auf die von diesem geltend gemachten Dienstreisen vor.
5.3.1
Es entspricht
einem allgemeinen Rechtsgrundsatz, dass keine Haftung greift, wenn der
präsumptiv Haftpflichtige beweist, dass ein rechtmässiges Alternativverhalten
denselben (oder einen höheren) Schaden bewirkt hätte wie das tatsächlich
erfolgte rechtswidrige Verhalten (BGE 131 III 115 E. 3.1; BGr,
16. November 2023, 4A_440/2022, E. 2.7). Die Beweislast für diesen
Entlastungsbeweis liegt beim Haftpflichtigen (BGE 131 III 115 E. 3.3).
Zwar gilt im zürcherischen Verwaltungsverfahren der Untersuchungsgrundsatz
(vgl. § 7 Abs. 1 VRG), die Beweislast ist jedoch auch hier insofern
relevant, als sie bestimmt, wer bei offenem Beweisergebnis die Folgen des unterbliebenen
Beweises zu tragen hat (vgl. Kaspar Plüss, Kommentar VRG, § 7 N. 157).
5.3.2
Wie die Vorinstanz zu Recht ausführte, ist es aus heutiger
Optik mangels entsprechender Aufzeichnungen unmöglich zu rekonstruieren, wie
viele Fahrten in welcher Länge der Angestellte und die übrigen
Kadermitarbeitenden zwischen 2008 und 2017 mit ihren zu Unrecht genutzten
Dienstfahrzeugen zurückgelegt haben, für die ihnen aufgrund der dienstlichen
Notwendigkeit tatsächlich auch bei rechtmässigem Vorgehen eine
Spesenentschädigung zugestanden wäre. Auch eine Befragung der vom Angestellten
angebotenen Zeugen vermag bei dieser Ausgangslage bald zehn Jahre später keine
hinreichende Klärung mehr zu erbringen, weshalb hierauf zu verzichten ist. Entsprechend
ist auch nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz keine entsprechenden
Befragungen vornahm, und ist darin keine Verletzung des Anspruchs auf
rechtliches Gehör des Angestellten zu erblicken. Ohnehin ist darauf
hinzuweisen, dass Bezirksräte, soweit sie Rechtsprechungsfunktion im
öffentlich-rechtlichen Bereich wahrnehmen, nicht als gerichtliche Behörde
gelten und damit grundsätzlich nach § 26c VRG
e contrario
keine
formalen Zeugeneinvernahmen durchführen können (Alain Griffel, Kommentar VRG,
§ 26c N. 4).
5.3.3
Zwar machte der
Angestellte bereits im Rekurs allgemeine Ausführungen dazu, wie sein
Arbeitsalltag ausgesehen habe und wie viele Kilometer er und die anderen
Kadermitarbeitenden schätzungsweise in dienstlicher Verrichtung mit ihren
Fahrzeugen zurückgelegt hätten. Ausser den angebotenen (untauglichen)
Zeugenbefragungen legte er jedoch keine Belege hierfür ins Recht. Dies vermag
keinen Beweis für die behaupteten Kosten, die der Arbeitgeberin bei
rechtmässigem Alternativverhalten entstanden wären, zu erbringen.
Soweit
sich der Angestellte auf die Kilometerstände der Fahrzeuge bezieht, ist mit der
Vorinstanz festzuhalten, dass sich daraus nichts ableiten lässt. Die Fahrzeuge
wurden von allen Personen auch privat genutzt, was der Angestellte im
Strafverfahren explizit eingestand. Entsprechend lässt sich nicht
rekonstruieren, wie viele Kilometer in privater und wie viele in dienstlich
notwendiger Nutzung zurückgelegt wurden. Dass der Angestellte und die
Kadermitarbeitenden praktisch Tag und Nacht sowie am Wochenende hätten
verfügbar sein müssen und auch Nachtdienste geleistet hätten, was der
Angestellte mit der Natur der Tätigkeit der Dienstabteilung begründet, ist
nicht glaubhaft. So trifft es zwar zu, dass die Angestellten der
Dienststelle C der Stadt Zürich, welche tatsächlich täglich auf der
Strasse im Einsatz sind, Nachtschichten arbeiten müssen und sich dies aus der
Natur der Tätigkeit ergibt. Weshalb dies auch für die höchste Führungsebene
gegolten haben soll bzw. warum es sich bei solchen Einsätzen für diese um
dienstlich notwendiges Verhalten gehandelt hätte, ist nicht nachvollziehbar.
Insofern ist erhellend, dass der Nachfolger des Angestellten in der Position
des Direktors ohne Dienstfahrzeug auskam und seine Aufgaben mit dem
öffentlichen Verkehr bewältigen konnte und dass zwei Kadermitarbeitende, die
auch nach der Rückgabe ihrer Dienstfahrzeuge in der Dienstabteilung verblieben,
später nur tiefe jährliche Spesenentschädigungen bezogen. Ob der Nachfolger
einen anderen Führungsstil pflegte oder nicht, spielt keine Rolle. Zumindest
bestehen bei dieser Ausgangslage gewichtige Indizien dafür, dass allfällige
Dienstfahrten mit einem eigenen Fahrzeug nicht oder nicht häufig betrieblich
notwendig waren.
5.3.4
Nicht entscheidend ist schliesslich, wie viel Gewinn die
Arbeitgeberin unter der Leitung des Angestellten erwirtschaftete und wie
erfolgreich er in seiner Tätigkeit war. Hieraus entstehen ihm keine
persönlichen Ansprüche, die er mit den Schadenersatzansprüchen der
Arbeitgeberin verrechnen könnte.
5.4
Nach dem Gesagten können die hypothetischen Kosten, die der
Arbeitgeberin bei rechtmässigem Alternativverhalten des Angestellten entstanden
wären, nicht bewiesen werden. Da die Arbeitgeberin jedoch den von der
Vorinstanz stattdessen in analoger Anwendung von
geschätzten Abzug in ihrer Beschwerde explizit anerkannte, hat es damit sein
Bewenden (§ 63 Abs. 2 VRG). Auf jeden Fall muss bei dieser
Ausgangslage nicht geklärt werden, ob die Schätzung zugunsten des Angestellten
noch höher hätte ausfallen müssen, wie er dies sinngemäss verlangt.
6.
Weiter ist strittig, in welchem
Umfang die Schadenersatzansprüche der Arbeitgeberin gegen den Angestellten
verwirkt sind.
6.1
Da das
Haftungsgesetz für die vorliegende Konstellation anwendbare Vorschriften
betreffend Verjährung bzw. Verwirkung enthält (vgl. § 25 HaftungsG),
besteht weder Anlass noch Raum für eine ergänzende Anwendung
obligationenrechtlicher Verjährungsbestimmungen gestützt auf § 29 HaftungsG
(vgl. VGr, 8. September 2020, VB.2019.00546, E. 2.2 mit zahlreichen
Hinweisen).
6.2
Nach § 25 HaftungsG
erlischt die Haftung des Angestellten gegenüber dem Kanton (bzw. der Gemeinde),
wenn dieser (bzw. diese) den Schadenersatzanspruch nicht innert zwei Jahren
seit Kenntnis der haftungsbegründenden Tatsachen beim zuständigen Gericht
geltend macht (relative Frist), auf alle Fälle nach zehn Jahren seit der
letzten schädigenden Handlung (absolute Frist). Die Fristen ruhen, solange ein
Strafverfahren oder eine Disziplinaruntersuchung wegen des nämlichen
Tatbestandes durchgeführt wird (§ 26 HaftungsG).
6.3
Aus der Verwendung
des Wortes "erlischt" kann geschlossen werden, dass es sich bei der
Frist nach § 25 HaftungsG um eine Verwirkungsfrist handelt. Dies
entspricht auch der klaren gesetzgeberischen Intention (vgl. KR Prot. 1987–1991,
S. 10231 [Kommissionspräsident Angst]). Ferner hat das Verwaltungsgericht
in einem früheren Entscheid festgehalten, dass es sich bei der analog
ausgestalteten Frist für Ansprüche Dritter gegen den Kanton nach § 24 Abs. 1
HaftungsG ebenfalls um eine Verwirkungsfrist handelt (VGr, 8. September 2020,
VB.2019.00546, E. 2.2.1). Folglich ist die Fristwahrung von Amtes wegen zu
beurteilen und kann die Frist (abgesehen von der spezialgesetzlichen Ausnahme
von § 26 HaftungsG) grundsätzlich nicht gehemmt, unterbrochen oder
erstreckt werden (vgl. VGr, 8. September 2020, VB.2019.00546,
E. 2.2.2.4).
6.4
Der Angestellte bestreitet zunächst die Einhaltung der
relativen Verwirkungsfrist.
6.4.1
Die Vorinstanz
erwog diesbezüglich, die Arbeitgeberin habe am 16. Mai 2017, aber noch
nicht im September 2016 von den schädigenden Handlungen des Angestellten
Kenntnis gehabt. Angesichts dessen, dass noch im Mai 2017 eine
Strafanzeige gestellt worden sei und die Frist daher bis zum Abschluss des Strafverfahrens
am 15. November 2023 geruht habe, habe die Arbeitgeberin mit ihrer
Verfügung vom 3. Juli 2024 die relative zweijährige Frist von § 25 HaftungsG
gewahrt.
6.4.2
Das Haftungsgesetz bestimmt den Zeitpunkt nicht näher, in
welchem "Kenntnis der haftungsbegründenden Tatsachen" besteht.
Diesbezüglich sind die Bestimmungen des Obligationenrechts bzw. die
Rechtsprechung hierzu ergänzend hinzuzuziehen (§ 29 HaftungsG; vgl. VGr,
8. September 2020, VB.2019.00546, E. 2.2.1, und 27. Januar 2016,
VB.2015.00564, E. 3.2 Abs. 1 [mit Hinweisen, auch zum Folgenden];
BGr, 10. Januar 2007, 2C.3/2005, E. 5.1, sowie 21. November 2018,
2C_245/2018, E. 2.1 und 5.1).
Die relative Verwirkungsfrist
setzt damit ein, wenn der Geschädigte Kenntnis von der Person des Schädigers
und den wesentlichen Elementen des Schadens hat, die es ihm erlauben, den
gesamten Schaden grob zu überblicken und sein Haftungsbegehren in den
Grundzügen zu begründen. Die relative Verwirkungsfrist beginnt mit dem
Zeitpunkt, in dem der Geschädigte tatsächlich Kenntnis vom Schaden hat, nicht
mit demjenigen, in welchem er bei Anwendung der nach den Umständen gebotenen
Aufmerksamkeit ausreichende Kenntnis vom Schaden hätte erlangen können (BGr,
21. November 2018, 2C_245/2018, E. 5.1 mit zahlreichen Hinweisen).
6.4.3
Der Angestellte
macht in diesem Zusammenhang geltend, die Arbeitgeberin habe jeweils sofort bei
Ablage der Belege für die vom Angestellten getätigten schädigenden Handlungen
in der Buchhaltung oder spätestens bei der jährlichen Kontrolle durch die
Finanzkontrolle im folgenden Jahr Kenntnis der haftungsbegründenden Tatsachen
erlangt. Angesprochen ist damit im Wesentlichen die Frage, welches Wissen
welcher Personen der Arbeitgeberin zuzurechnen ist.
6.4.4
Vorweg ist
festzuhalten, dass das Controlling innerhalb der Dienststelle C der Stadt
Zürich Aufgabe der Dienstabteilung selbst war (vgl. Art. 5 Abs. 1 des
Reglements über den städtischen Finanzhaushalt vom 5. Februar 1986 [AS 611.110;
aufgehoben per 31. Dezember 2019]). Der Angestellte als Dienstchef leitete
und beaufsichtigte die Dienstabteilung (Art. 37 der Geschäftsordnung des Stadtrates
vom 27. Juni 1973 [AS 172.100; in der Fassung vor dem 1. Januar 2022]).
Bei dieser Ausgangslage kann der Arbeitgeberin kein Wissen von Mitarbeitenden
zugerechnet werden, die dem Angestellten hierarchisch unterstellt waren und
beispielsweise die Buchhaltung führten, da sie auf Anweisung des Dienstchefs
handelten.
6.4.5
Die
Finanzkontrolle ist hingegen eine unabhängige Dienststelle (vgl. Art. 6
Abs. 1 der Finanzkontrollverordnung vom 18. Dezember 1985 in den
Fassungen, wie sie vom 1. März 2008 bis zum 31. August 2018 in Kraft standen
[aFKVO; AS 611.100]). Sie prüft die Hauptrechnung und die
Sonderrechnungen, die entsprechenden Voranschläge und die Haushaltsführung
gemäss kantonalem und kommunalem Recht und nach anerkannten
Revisionsgrundsätzen (). Wie die Arbeitgeberin zu
Recht vorbringt, kann dies jedoch nicht heissen, dass jede einzelne Buchung
jeder einzelnen Dienststelle im Detail auf ihre Rechtmässigkeit hin überprüft
wird. Sofern sich also die haftungsbegründenden Tatsachen überhaupt aus der
Buchhaltung der Dienststelle C der Stadt Zürich ergaben, kann allein
daraus, dass die Finanzkontrolle diese geprüft und abgenommen hat, nicht
geschlossen werden, dass die Arbeitgeberin Kenntnis von diesen Tatsachen
erlangte. Wie zuvor ausgeführt ist der relevante Zeitpunkt nicht derjenige, in
welchem eine Kenntnisnahme theoretisch möglich gewesen wäre, sondern derjenige,
in welcher die Kenntnisnahme tatsächlich erfolgte (vgl. zuvor E. 6.4.2).
Hätte die Finanzkontrolle tatsächlich Kenntnis von den Handlungen des Angestellten
erlangt, die nicht nur haftungsbegründend, sondern auch strafbar waren, wäre
sie verpflichtet gewesen, dies der Departementsvorsteherin bzw. dem
Departementsvorsteher zu melden (). Da eine solche
Meldung in Bezug auf die hier im Streit liegenden Handlungen des Angestellten
unterblieb, kann davon ausgegangen werden, dass die Finanzkontrolle von ihnen
keine Kenntnis hatte. Dies ist im Übrigen auch insofern wenig überraschend, als
die Transaktionen, welche die "schwarze Kasse" betrafen, ohnehin
nicht verbucht wurden und die übrigen Transaktionen (insb. betreffend die
überlassenen Dienstfahrzeuge) je nach gewähltem Vorgehen bei der Verbuchung in
der Rechnung der Dienststelle C der Stadt Zürich nicht zwingend als
verdächtig erscheinen mussten. So ergibt sich beispielsweise eine
reglementswidrige private Nutzung der Fahrzeuge nicht aus der Buchhaltung.
Insofern ist der Arbeitgeberin auch kein Wissen aufgrund der Tätigkeit der
Finanzkontrolle zuzurechnen.
6.4.6
Damit bleibt zu
klären, ob und ab welchem Zeitpunkt die zuständige Departementsvorsteherin bzw.
der zuständige Departementsvorsteher Kenntnis von den haftungsbegründenden
Tatsachen hatte. Klar ist hierbei, dass von einer schädigenden Handlung erst
Kenntnis genommen werden kann, wenn die Handlung selbst erfolgt ist (zu diesem
Zeitpunkt unten E. 6.5.5). Für den Lauf der relativen Verwirkungsfrist
nicht relevant ist daher entgegen der Ansicht des Angestellten eine allenfalls
schon zuvor "bestehende Praxis". Zum Zeitpunkt der ersten
schädigenden Handlung (1. Oktober 2008) war M die zuständige
Departementsvorsteherin im Departement O und blieb dies bis am 8. April
2014. In der Folge und bis zur Kündigung des Angestellten war der
Departementsvorsteher N.
6.4.6.1
Es bestehen
keine Hinweise darauf, dass die Überlassung von Fahrzeugen durch den
Angestellten an sieben andere Kadermitarbeitende N oder anderen Mitgliedern des
Stadtrats schon lange vor Anhebung der Strafanzeige vom 19. Mai 2017 bekannt
war. Es ist nicht ersichtlich, weshalb der Stadtrat diesen Sachverhaltskomplex
nicht bereits in seiner Strafanzeige aufgeworfen hätte, wenn er hiervon schon
zu diesem Zeitpunkt gesicherte Kenntnis gehabt hätte, wie dies der Angestellte
behauptet. Stattdessen taucht der Vorwurf in den Akten erstmals in einer auf den
16. Mai 2017 und damit drei Tage vor Anhebung der Strafanzeige datierten
Aktennotiz des Departementssekretärs auf und brachte der Stadtrat diesen
Sachverhalt der Staatsanwaltschaft erst als Nachtrag zu seiner Strafanzeige mit
Schreiben vom 15. Juni 2017 zur Kenntnis. Hierbei verwies er im Übrigen
auf eine Medienmitteilung vom 31. Mai 2017. Diese beinhaltet Ausführungen
dazu, dass in der vorhergehenden Woche die "schwarzen Kassen"
entdeckt worden seien und sich ausserdem (ohne genaue Angabe eines Zeitraums)
"gezeigt habe", dass der Angestellte nicht nur (wie bereits bekannt)
für sich selbst, sondern auch für andere Kadermitarbeitende Dienstfahrzeuge zur
privaten Nutzung beschafft habe. Es ist glaubhaft, wenn die Arbeitgeberin
ausführt, dass sie auch von zweiterem in der Medienmitteilung genanntem
Sachverhalt erst kurz vor Anhebung der Strafanzeige Kenntnis erlangt habe. So
beriet der Stadtrat noch im September 2016 personalrechtliche Massnahmen gegen
den Angestellten wegen verschiedener anderer Verstösse gegen rechtliche
Vorgaben in seiner Dienstabteilung. Hätte N oder ein anderes Mitglied des Stadtrats
zu diesem Zeitpunkt schon Kenntnis des hier streitgegenständlichen
haftungsbegründenden Verhaltens des Angestellten betreffend Dienstfahrzeuge
(Überlassung an andere Kadermitarbeitende und Verkauf) sowie Abschiedsgeschenk
gehabt, wäre dieses zweifelsohne thematisiert worden. Gründe dafür, weshalb der
Stadtrat zwar Kenntnis von einem solchen Verhalten gehabt haben sollte, dieses aber
erst aufbrachte, als bereits über personalrechtliche Massnahmen entschieden
worden war, sind nicht ersichtlich.
6.4.6.2
Strittig
bleibt damit einzig, ab welchem Zeitpunkt die zuständigen
Departementsvorstehenden Kenntnis davon hatten, dass der Angestellte sich im Dezember
2012 einen Dienstwagen zur eigenen persönlichen Nutzung beschafft hatte.
Diesbezüglich ergibt sich aus den Akten, dass M im Rahmen einer
Administrativuntersuchung zu den Vorgängen bei der Dienststelle C der
Stadt Zürich während der Dienstzeit des Angestellten am 31. Januar 2018 explizit
befragt wurde, ob sie von "den Betriebsfahrzeugen" gewusst habe.
Hierauf antwortete sie, sie habe keine Ahnung gehabt. Ihr seien zwar die
Schwächen des Angestellten für "PS" bekannt gewesen, aber er habe von
ihr kein Betriebsfahrzeug erhalten. Sie sei zwar ab und zu in seinem Fahrzeug
mitgefahren, aber sie habe nicht geahnt, dass dieses so besonders mit PS
ausgerüstet gewesen sein soll. Auf telefonische Anfrage des Departementssekretärs
hatte M bereits am 9. Mai 2017 bestätigt, dass sie dem Angestellten nie
eine Bewilligung dafür erteilt habe, ein Geschäftsauto für rund
Fr. 100'000.- auf Kosten der Arbeitgeberin zu kaufen. Zwar behauptet der
Angestellte, hierbei handle es sich um eine Lüge, was er auch mit einem Brief
von M beweisen könne. Diesen Brief hat er jedoch in der Folge nie eingereicht
und es sind auch sonst keine Anhaltspunkte dafür ersichtlich, dass M
diesbezüglich gelogen haben sollte. Keine Rolle spielt entgegen der Ansicht des
Angestellten, dass M mehrfach mit ihm in seinem Dienstfahrzeug mitgefahren sei.
Allein aufgrund der Tatsache, dass der Angestellte dieses Fahrzeug fuhr, musste
M noch nicht darauf schliessen, dass der Angestellte dieses in Abweichung von
den entsprechenden Reglementen für sich selbst zur exklusiven und privaten
Nutzung beschafft hatte und damit die Arbeitgeberin schädigte. Es sei noch
einmal darauf hingewiesen, dass für den Beginn der relativen Verjährungsfrist
nicht relevant ist, wann eine Kenntnisnahme der haftungsbegründenden Tatsachen
theoretisch möglich gewesen wäre, sondern derjenige, in welcher die
Kenntnisnahme tatsächlich erfolgte (vgl. zuvor E. 6.4.2). Dasselbe gilt
auch für allfällige spätere Fahrten des Angestellten mit N.
Für
die gesicherte Kenntnisnahme ist auf die Angabe in der Strafanzeige
abzustellen, wonach die Arbeitgeberin erst Anfang Mai 2017 einen Hinweis darauf
erhielt, dass der Angestellte das von ihm benutzte Fahrzeug auf Kosten der
Arbeitgeberin beschafft hatte. Auch hier wäre nicht nachvollziehbar, weshalb
dieser Sachverhaltskomplex im personalrechtlichen Verfahren im September 2016 nicht
bereits thematisiert worden wäre, hätte der Stadtrat zu diesem Zeitpunkt schon
davon Kenntnis gehabt.
Nach dem Gesagten nahm die
Arbeitgeberin erst im Frühjahr 2017 gesicherte Kenntnis von den
haftungsbegründenden Tatsachen.
6.4.7
Ob die relative Verwirkungsfrist gewahrt wurde, bestimmt
sich nach dem Zeitpunkt, in welchem das Gemeinwesen den Schadenersatzanspruch
beim "zuständigen Gericht" geltend macht (vgl. § 25 HaftungsG).
Hiermit sind die Zivilgerichte nach § 19 Abs. 1 lit. a HaftungsG
angesprochen. Für Schadenersatzforderungen von Gemeinden gegenüber ihren
Angestellten gilt jedoch die Ausnahme, dass nicht die Zivilgerichte zu deren
Beurteilung zuständig sind, sondern die Gemeindevorsteherschaft eine Verfügung
über die Forderungen erlässt, welche anschliessend nach den Bestimmungen des Verwaltungsrechtspflegegesetzes
angefochten werden kann (§ 18 lit. e in Verbindung mit § 19 Abs. 3
HaftungsG). Es ergibt sich aus der Systematik des Gesetzes, dass der Erlass
dieser Verfügung für die Frage der Wahrung der Verwirkungsfristen nach § 25
HaftungsG mit der Geltendmachung beim zuständigen Gericht gleichzusetzen ist.
Für die Wahrung der relativen Verwirkungsfrist ist also – wie die Vorinstanz
korrekt erwog – der Erlass der Verfügung der Arbeitgeberin am 3. Juli 2024
massgeblich. Angesichts des Fristenstillstands vom 19. Mai 2017 bis zum 15. November
2023 während des laufenden Strafverfahrens gegen den Angestellten (§ 26 HaftungsG)
war die relative zweijährige Verwirkungsfrist damit zum Zeitpunkt der
fristwahrenden Verfügung der Arbeitgeberin vom 3. Juli 2024 noch nicht
abgelaufen und die Ansprüche damit nicht verwirkt.
6.5
Der Angestellte
macht weiter geltend, für sämtliche von der Arbeitgeberin geltend gemachten
Ansprüche sei mittlerweile die absolute Verwirkungsfrist abgelaufen. Die
Arbeitgeberin bestreitet dies und macht geltend, die Vorinstanz habe zu Unrecht
die Verwirkung ihres Anspruchs auf Schadenersatz betreffend das am 1. Oktober
2008 an E überlassene Fahrzeug (im Umfang von Fr. 41'010.-) angenommen.
6.5.1
Die Vorinstanz
erwog diesbezüglich, der Anspruch betreffend die Fahrzeugüberlassung im Jahr
2008 sei auch unter Berücksichtigung der Hemmung der Frist durch das
Strafverfahren (§ 26 HaftungsG) Ende Februar/Anfang März 2025 (und damit
vor Fällung des Rekursentscheids) verwirkt. In diesem Umfang hiess sie den
Rekurs des Angestellten gut. Die übrigen geltend gemachten Forderungen der
Arbeitgeberin erachtete die Vorinstanz als nicht verwirkt.
6.5.2
Die Auffassung
der Vorinstanz geht implizit von der Prämisse aus, dass die
absolute
Verwirkungsfrist
von § 25 HaftungsG auch noch während des Rechtsmittelverfahrens
weiterläuft, nachdem der Kanton bzw. die Gemeinde seine resp. ihre Ansprüche
beim Gericht geltend gemacht bzw. – wie hier (vgl. zuvor E. 6.4.7) –
verfügt hat. Diese Auffassung ist unzutreffend:
Zwar ist der Wortlaut von
§ 25 HaftungsG aufgrund der Satzstruktur und der Verwendung der
Formulierung "auf alle Fälle" in der Einleitung des Teilsatzes
betreffend die absolute Verwirkungsfrist tatsächlich nicht klar. Es sind
grammatikalisch verschiedene Auslegungen zur Frage, ob die Geltendmachung des Schadenersatzanspruchs
beim zuständigen Gericht bzw. durch Verfügung nur die relative oder auch die
absolute Verwirkungsfrist wahrt, möglich. Es entspricht aber nicht der in der
Schweiz üblichen Rechtsauffassung, dass auf dem gesetzlich vorgeschriebenen Weg
und rechtzeitig geltend gemachte Haftungsansprüche "unter der Hand des Gerichts"
verwirken könnten (vgl. auch die neuere Rechtsprechung des Bundesgerichts zu
den obligationenrechtlichen Verjährungsfristen in BGE 147 III 419). Die
Arbeitgeberin hatte nach Erlass ihrer Verfügung vom 3. Juli 2024 keinen
weiteren Einfluss mehr darauf, wann diese rechtskräftig würde bzw. wann sie zur
Vollstreckung ihrer Ansprüche schreiten konnte. Würde die absolute
Verwirkungsfrist dennoch auch nach diesem Zeitpunkt weiterlaufen, könnte der
Angestellte durch Verzögerung des Verfahrens letztlich ein Erlöschen seiner
Haftpflicht erreichen, was dem Zweck des Haftungsgesetzes zuwiderläuft. Auch
aus der Funktion von absoluten Verwirkungsfristen lässt sich kein Grund dafür
ableiten, dass diese im vorliegenden Fall während der Rechtsmittelverfahren
weiterlaufen müsste. Sinn und Zweck von Verjährungs- und Verwirkungsregelungen
ist in erster Linie die Wahrung von Rechtssicherheit und Rechtsfrieden, in dem
der Schuldner vor Ansprüchen aus lang zurückliegender Zeit geschützt wird (BGE 136
II 187 E. 7.4; Thomas Meier, Verjährung und Verwirkung
öffentlich-rechtlicher Forderungen, Zürich etc. 2013, S. 38 ff.).
Ab dem Moment, in dem der Gläubiger seine Haftungsforderung gegen den Schuldner
in der vom Gesetz verlangten Form und noch innert der Frist geltend gemacht
hat, besteht jedoch keine Veranlassung mehr, diesen Schutz zu gewähren.
6.5.3
Nach dem Gesagten ist auch für die Wahrung der absoluten
Verwirkungsfrist von § 25 HaftungsgG einzig relevant, wann die
Arbeitgeberin die im Gesetz zur Fristwahrung der relativen Verwirkungsfrist
vorgeschriebene Handlung vorgenommen hat.
Dies
ist der Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung, mit der die
Schadenersatzforderungen festgelegt werden (vgl. zuvor E. 6.4.7).
6.5.4
Auch die
absolute Verwirkungsfrist ruhte sodann während des Strafverfahrens gegen den
Angestellten. Dies ergibt sich aus dem Wortlaut von § 26 HaftungsG,
welcher von Fristen in der Mehrzahl spricht und sich damit nicht bloss auf die
relative Verwirkungsfrist bezieht. Im Übrigen wäre auch der Zweck der
Bestimmung erheblich beeinträchtigt, wenn sie auf die in § 24 und § 25
HaftungsG statuierten absoluten Verwirkungsfristen keine Anwendung fände.
Diesfalls müsste bei lang andauernden Strafverfahren gegen Angestellte dennoch
schon parallel eine Durchsetzung von Haftungsansprüchen angestrengt werden,
bevor die strafrechtliche Aufarbeitung der Vorwürfe an den Angestellten
abgeschlossen ist, was durch § 26 HaftungsG gerade verhindert werden soll
(vgl. Prot. KR 1967–1971, S. 2407 f. [Kommissionspräsident
Bachtler]).
6.5.5
Die Daten, auf welche die Vorinstanz für
die jeweilige "schädigende Handlung" des Angestellten und damit den
Beginn der absoluten Verwirkungsfrist abstellte, sind nicht zu beanstanden: Die
schädigende Handlung des Angestellten bestand in der widerrechtlichen
Überlassung von Fahrzeugen im Eigentum der Arbeitgeberin an Kadermitarbeitende
zu deren privater Nutzung und es ist nachvollziehbar, dass die Vorinstanz
diesbezüglich auf die Daten der "Gebrauchsleihverträge" (1. Oktober
2008, 1. August 2012, 1. September 2012, 4. Februar 2013,
1. Juli 2013, 1. Oktober 2013 und 1. Dezember 2015) abstellte,
zumal diese eine Verfügbarkeit der Fahrzeuge für die betreffenden
Kadermitarbeitenden jeweils ab dem Tag des Vertragsschlusses vorsahen
Beim
vom Angestellten selbst genutzten Fahrzeug ist nicht zu beanstanden, dass von
einer widerrechtlichen privaten Nutzung ab Lieferdatum (11. Dezember 2012)
ausgegangen wurde, da es an einem analogen "Gebrauchsleihvertrag"
fehlt. Damit ist auch die fristauslösende schädigende Handlung auf dieses Datum
festzulegen.
Was den Verkauf eines Fahrzeugs
an einen in Pension gehenden Mitarbeiter zu einem deutlich zu tiefen Preis
betrifft, ist die schädigende Handlung der Abschluss des Kaufvertrags, welcher
gemäss Angaben in der Anklageschrift gegen den Angestellten am 22. Mai
2013 erfolgte. Beim um Fr. 1'000.- zu teuren Abschiedsgeschenk für
denselben Mitarbeiter ist der Zeitpunkt der Übergabe des Geschenks als
schädigende Handlung zu werten. Wann diese genau erfolgte, ergibt sich nicht
aus den Akten. Es darf jedoch davon ausgegangen werden, dass sie rund um die
Pensionierung des Mitarbeiters am 31. Mai 2012 erfolgte.
6.5.6
Die Verwirkungsfrist für die am weitesten zurückliegende
schädigende Handlung des Angestellten (die Überlassung eines Fahrzeugs an E)
begann am 1. Oktober 2008. Sie lief bis zur Einreichung der Strafanzeige
durch die Arbeitgeberin gegen den Angestellten am 19. Mai 2017 und damit
während acht Jahren und rund acht Monaten. Sie ruhte in der Folge nach § 26
HaftungsG bis zum rechtskräftigen Abschluss des Strafverfahrens am 15. November
2023. Zum Zeitpunkt der Festlegung der Schadenersatzforderungen durch die
Arbeitgeberin am 3. Juli 2024 war die Frist daher insgesamt erst während rund
neun Jahren und vier Monaten gelaufen. Entsprechend wurde die zehnjährige Frist
auch für den ältesten der geltend gemachten Ansprüche gewahrt, womit alle
streitgegenständlichen Ansprüche auch mit Blick auf die absolute
Verwirkungsfrist nicht verwirkt sind.
6.5.7
Bei diesem Ergebnis kann offenbleiben, ob sich die
Formulierung "nach zehn Jahren seit
der letzten schädigenden Handlung
in § 25 HaftungsG nur auf Dauerdelikte bezieht oder – wie die
Arbeitgeberin in ihrer Beschwerde sinngemäss geltend macht – auch hier zur
Anwendung gelangt, wo grundsätzlich mehrere verschiedene Handlungen einer
öffentlich-rechtlich angestellten Person während ihrer Dienstzeit zu
Haftungsansprüchen führten, die gemeinsam eingefordert werden. So oder anders
ist entgegen der Ansicht der Vorinstanz und des Angestellten der
Schadenersatzanspruch für die Überlassung eines Fahrzeugs an E zu dessen
exklusiver und privater Nutzung am 1. Oktober 2008 im Umfang von
Fr. 41'010.- nicht verwirkt.
6.5.8
Die Vorinstanz reduzierte die betragsmässige Schadenshöhe
für die zu Unrecht überlassenen Fahrzeuge alle um eine Pauschale für Spesen,
die auch bei rechtmässigem Alternativverhalten angefallen wären (vgl. zuvor
E. 2 und E. 5.3). Es sind keine Gründe dafür ersichtlich, weshalb sie
dies nicht auch für das am 1. Oktober 2008 an E überlassene Fahrzeug getan
hätte, wenn sie nicht zu Unrecht die Verwirkung der Schadenersatzforderung für
diesen Sachverhaltskomplex festgestellt hätte. Entsprechend rechtfertigt es
sich, die Schadenshöhe für diese Überlassung von Fr. 41'010.- auf
Fr. 38'580.- (Abzug von Fr. 270.- pro Jahr über neun Jahre [2008–2017])
zu reduzieren.
7.
7.1
Damit stehen als
Zwischenresultat sowohl die Haftpflicht des Angestellten sowie die eingetretene
Schadenshöhe ziffernmässig fest. Wie viel ein fehlbarer Angestellter
tatsächlich zu einem konkreten Schaden beizusteuern hat, regelt das
Haftungsgesetz nicht abschliessend. Die nach § 29 HaftungsG subsidiär
geltenden und räumen den rechtsanwendenden Organen
erhebliches Ermessen ein (VGr, 10. Februar 2010, PB.2009.00032,
E. 3.1.1). Dabei hat das Gericht namentlich die Grösse des Schadenersatzes
nach dort vorgezeichneten und in Lehre und Rechtsprechung näher entwickelten
Faktoren zu bestimmen; nach hat es die Umstände und
die Grösse des Verschuldens zu würdigen (vgl. BGE 127 III 73 E. 5e);
nach kann es die Ersatzpflicht mässigen oder
gänzlich von ihr absehen, wenn Umstände, für die der Geschädigte einzustehen
hat, auf die Entstehung oder Verschlimmerung des Schadens eingewirkt haben;
schliesslich kann eine Ermässigung nach auch
aufgrund der Gefahr einer Notlage erfolgen. Die Vorschriften von
und sind von Amtes wegen anzuwenden und eine allfällige Herabsetzung der
Ersatzpflicht des Schädigers ist unabhängig von den Parteivorbringen zu prüfen
(BGE 111 II 156 E. 4; zuletzt bestätigt in BGr, 2. Mai 2025,
4A_659/2024, E. 9.2)
7.2
Weder die Arbeitgeberin in der Ausgangsverfügung noch die
Vorinstanz im Rekursentscheid
haben sich
mit einer allfälligen Reduktion der Ersatzpflicht des Angestellten gestützt auf
§ 29 HaftungsG in Verbindung und befasst. Jedoch liegen
Gründe für eine Reduktion vor:
7.2.1
So ist zu berücksichtigen, dass die Kadermitarbeitenden,
denen zu Unrecht Fahrzeuge zum teilweisen privaten Gebrauch überlassen wurden,
durch ihre Nutzung der Fahrzeuge den bei der Arbeitgeberin eingetretenen
Schaden wesentlich mitverschuldet haben. Ausserdem erlangte der Angestellte
durch diese Überlassung keinerlei persönliche Vorteile. Ebenfalls ist im
Zusammenhang mit den an andere Kadermitarbeitende überlassenen Fahrzeugen sowie
dem vom Angestellten für sich selbst beschafften Fahrzeug von Belang, dass die
Arbeitgeberin zwar – wie bereits ausgeführt wurde – bis kurz vor dem Einreichen
ihrer Strafanzeige gegen den Angestellten nichts von den widerrechtlichen
Handlungen im Zusammenhang mit den Fahrzeugen wusste (vgl. zuvor ausführlich
E. 6.4), dem Angestellten aber darin zuzustimmen ist, dass eine frühere
Kenntnis zumindest möglich gewesen wäre. Die Arbeitgeberin trägt insofern
ebenfalls ein Mitverschulden am eingetretenen Schaden, da sie
trotz gewisser Indizien für ein Fehlverhalten (bspw. dass
der Angestellte augenscheinlich ein Fahrzeug der Luxusklasse für dienstliche
Fahrten verwendete) nie weitere Abklärungen in Auftrag gab und das Verhalten
somit länger andauerte als dies möglicherweise sonst der Fall gewesen wäre.
Daher rechtfertigt es sich, die
Ersatzpflicht des Angestellten betreffend die an die Kadermitarbeitenden
überlassenen Fahrzeuge auf einen Viertel und die Ersatzpflicht des Angestellten
betreffend das für sich selbst beschaffte Fahrzeug auf die Hälfte zu
reduzieren.
7.2.2
Hingegen ist zu
den Vorwürfen betreffend die Ausrichtung eines Abschiedsgeschenks und den Verkauf
eines Fahrzeugs an einen in Pension gehenden Mitarbeiter keine Reduktion der
festgestellten Schadenersatzforderungen angezeigt. Das Verschulden des Angestellten
in diesem Zusammenhang wiegt schwer und ist ihm alleine anzulasten. Dies
insbesondere, weil die genannten Transaktionen über die "schwarze
Kasse" abgewickelt wurden, was auch jegliche Möglichkeit der Kenntnisnahme
durch die Arbeitgeberin ausschloss.
7.2.3
Insgesamt ist daher der Schadenersatz, den der Angestellte
der Arbeitgeberin zu leisten hat, nach der folgenden Berechnung von
Fr. 277'090.- auf Fr. 73'821.25 zu reduzieren.
Schadensposition
Schaden
nach Reduktion durch Vorinstanz gem. E. 5.3 und
unter Berücksichtigung nicht verwirkte Forderung gem. E. 6.5.8
Haftungsquote
Haftungsbetrag
Fahrzeuge Kadermitarbeitende
(alle sieben kumuliert)
Fr. 220'925.-
25 %
Fr. 55'231.25
Abschiedsgeschenk
Fr. 1'000.-
100 %
Fr. 1'000.-
Fahrzeug Angestellter
Fr. 70'290.-
50 %
Fr. 35'145.-
Verkauf Fahrzeug an
pensionierten Mitarbeiter
Fr. 10'945.-
100 %
Fr. 10'945.-
Abzug
Verkauf Oldtimer
– Fr. 28'500.-
– Fr. 28'500.-
Total
Fr. 274'660.-
Fr. 73'821.25
8.
Diese Berechnung geht von der
Annahme aus, dass der Gewinn, den die Arbeitgeberin durch den Verkauf eines in
Verletzung der Amtspflichten vom Angestellten auf ihre Rechnung gekauften und
restaurierten Oldtimers erzielte, erst auf der letzten Stufe der Berechnung und
damit nach Festlegung der Höhe der Ersatzleistung (und damit der definitiven
Schadenersatzforderung der Arbeitgeberin gegen den Angestellten) abzuziehen
ist. So gingen schon die Arbeitgeberin und die Vorinstanz vor. Dies ist indes nur
zutreffend, soweit es sich dabei um eine Verrechnungsforderung des Angestellten
handelt, die mit der Schadenersatzforderung der Arbeitgeberin zu verrechnen
ist. Hiervon wäre eigentlich nicht auszugehen, da – wie bereits erwähnt (vgl.
zuvor E. 5.3.4) – dem Angestellten keine Ansprüche gegenüber der
Arbeitgeberin aufgrund eines von ihm bewirkten "Gewinns" zustehen.
Letztlich können die Ausführungen der Arbeitgeberin in ihrem Beschluss vom 3. Juli
2024 aber nicht anders verstanden werden, als dass sie vom Bestand einer
Verrechnungsforderung des Angestellten im Umfang von Fr. 28'500.- ausgeht
und diese Forderung anerkennt, worauf sie zu behaften ist. Entsprechend sind
die ältesten Teilforderungen des Schadenersatzanspruchs der Arbeitgeberin
gemäss der nachfolgenden Tabelle mit der Verrechnungsforderung zu verrechnen
(vgl. Art. 120 in Verbindung mit Art. 87 Abs. 1 des Obligationenrechts
vom 30. März 1911 [SR 220]
analog
).
Schadensposition (Datum
Schadenseintritt)
Haftungsbetrag (gem.
E. 7.2.3)
Verrechnungsbetrag
Restbetrag
Fahrzeug E (1. Oktober
2008)
Fr. 9'645.-
Fr. 9'645.-
Fr. 0.-
Abschiedsgeschenk (31. Mai
2012)
Fr. 1'000.-
Fr. 1'000.-
Fr. 0.-
Fahrzeug F (1. August
2012)
Fr. 9'516.50
Fr. 9'516.50
Fr. 0.-
Fahrzeug G (1. September
2012)
Fr. 6'665.-
Fr. 6'665.-
Fr. 0.-
Fahrzeug Angestellter
(11. Dezember 2012)
Fr. 35'145.-
Fr. 1'673.50
Fr. 33'471.50
Total Verrechnung
Fr. 28'500.-
9.
9.1
Schliesslich ist
zu klären, inwiefern die Schadenersatzforderung der Arbeitgeberin zu verzinsen
ist.
9.2
Zum Schaden gehört
nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung der Zins vom Zeitpunkt an, in dem
das schädigende Ereignis sich finanziell ausgewirkt hat. Dieser Schadenszins
bezweckt, den Anspruchsberechtigten so zu stellen, wie wenn er für seine
Forderung am Tage der widerrechtlichen Handlung befriedigt worden wäre (BGE 139
V 176 E. 8.1.2 und 122 III 53 E. 4a). Da das Haftungsgesetz den
Schadenszins nicht regelt, ist dieser grundsätzlich unter Rückgriff auf das
Zivilrecht zu bestimmen (§ 29 HaftungsG). Seine Höhe ist in analoger
Anwendung von auf 5 % festzulegen (vgl. auch BGE 139
V 176 E. 8.1.2).
9.3
Im vorliegenden
Fall ist davon auszugehen, dass die finanziellen Auswirkungen der schädigenden
Handlungen des Angestellten jeweils sofort mit der schädigenden Handlung
eintraten (vgl. für die entsprechenden Zeitpunkte zuvor E. 6.5.5). Mit der
Überlassung der Dienstfahrzeuge an sich selbst und andere Kadermitarbeitende
zur privaten Nutzung wurden diese einer städtischen Nutzung entzogen und war ab
diesem Zeitpunkt der bezahlte Kaufpreis der Stadt ein eingetretener Schaden.
Das ausgerichtete zu teure Abschiedsgeschenk schädigte das Vermögen der
Arbeitgeberin im Moment von dessen Auszahlung und das zu günstig verkaufte
Fahrzeug zum Zeitpunkt des Verkaufs. Entsprechend hat die Vorinstanz den Beginn
des Zinsenlaufs für die einzelnen Teilforderungen korrekt festgelegt.
10.
10.1
Nach dem Gesagten
ist die Beschwerde des Angestellten teilweise gutzuheissen und ist der von ihm
an die Arbeitgeberin zu leistende Schadenersatz auf Fr. 73'821.25 zu
reduzieren. Die Beschwerde der Arbeitgeberin ist abzuweisen. Zwar ist der
Arbeitgeberin zuzustimmen, dass ihre Forderungen allesamt nicht verwirkt sind. Aufgrund
der zuvor ausgeführten Umstände ist ihrem Antrag auf Erhöhung des von der
Vorinstanz zugesprochenen Schadenersatzes aber im Resultat dennoch kein Erfolg
beschieden (vgl. Plüss, § 13 N. 50).
10.2
Im Übrigen ist
festzuhalten, dass die Vorinstanz den Parteien zu Unrecht Verfahrenskosten für
das Rekursverfahren auferlegt hat. Wie eingangs angemerkt, fallen auch
Haftungsansprüche des Gemeinwesens gegen seine Mitarbeitenden unter den Begriff
der personalrechtlichen Streitigkeit (vgl. oben E. 1.3; ferner Plüss,
§ 13 N. 85). Damit hätte die Vorinstanz gemäss § 13 Abs. 3
VRG für das Rekursverfahren den Parteien keine Kosten auferlegen dürfen. Daher
ist die Kostenauflage sowohl für die im Rekursverfahren obsiegende
Arbeitgeberin (zu einem Fünftel) als auch für den unterliegenden Angestellten
(zu vier Fünfteln) aufzuheben und sind die Kosten des Rekursverfahrens
vollumfänglich auf die Staatskasse zu nehmen.
10.3
Weil der
Streitwert mehr als Fr. 30'000.- beträgt, ist das Verfahren vor
Verwaltungsgericht kostenpflichtig (§ 65a Abs. 3 VRG). Die im
vorliegenden Urteil festgesetzte Schadenersatzforderung der Arbeitgeberin gegen
den Angestellten beträgt rund drei Viertel weniger als das, was die
Arbeitgeberin im vorliegenden Verfahren beantragte. Entsprechend ist von einem
Obsiegen des Angestellten im Umfang von drei Vierteln auszugehen, womit er
einen Viertel der Gerichtskosten zu tragen hat. Die übrigen drei Viertel der
Gerichtskosten trägt die Arbeitgeberin (§ 65a Abs. 2 in Verbindung
mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Hierbei sind der Kostenfestlegung
die zusammengerechneten Streitwerte der vereinigten Verfahren zugrunde zu legen
(vgl. zuvor E. 1.4).
10.4
Die mehrheitlich
unterliegende Arbeitgeberin hat dem mehrheitlich obsiegenden Angestellten zudem
eine angemessene Parteientschädigung für das Rekurs- und das
Beschwerdeverfahren von insgesamt Fr. 12'000.- (inkl. Mehrwertsteuer) zu
entrichten (§ 17 Abs. 2 VRG).
11.
Weil der Streitwert (in beiden
Verfahren) mehr als Fr. 15'000.- beträgt, ist als Rechtsmittel die
Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff.
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110)
gegeben (; vgl. VGr, 19. Mai 2022,
VB.2021.00619, E. 6).
Demgemäss erkennt die Kammer:
1.    Die Verfahren VB.2025.00327 und VB.2025.00338 werden
vereinigt.
2.    Die Beschwerde im Verfahren VB.2025.00338 wird
abgewiesen und die Beschwerde im Verfahren VB.2025.00327 teilweise
gutgeheissen. In Abänderung von Dispositiv-Ziff. I des Beschlusses des Bezirksrats
Zürich vom 24. April 2025 wird A verpflichtet, der Stadt Zürich Fr. 73'821.25
zu bezahlen, zuzüglich Zins von 5 % auf:
–   Fr. 33'471.50
seit 11. Dezember 2012;
–   Fr. 6'586.75
seit 4. Februar 2013;
–   Fr. 10'945.-
seit 22. Mai 2013;
–   Fr. 10'640.75
seit 1. Juli 2013;
–   Fr. 6'043.75
seit 1. Oktober 2013;
–   Fr. 6'133.50
seit 1. Dezember 2015.
In Abänderung von Dispositiv-Ziff. II des Beschlusses
des Bezirksrats Zürich vom 24. April 2025 werden die Kosten des Rekursverfahrens
auf die Staatskasse genommen.
3.    Die
Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf
Fr. 12'000.--;  die übrigen Kosten betragen:
Fr.      270.--
Zustellkosten,
Fr. 12'270.--
Total der Kosten.
4.    Die Gerichtskosten werden zu einem Viertel A und zu
drei Vierteln der Stadt Zürich auferlegt.
5.    Die Stadt Zürich wird verpflichtet, A für das Rekurs-
und das Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung von insgesamt Fr. 12'000.-
zu bezahlen.
6.    Gegen dieses Urteil kann Beschwerde im Sinn der
Erwägungen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der
Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14,
einzureichen.
7.    Mitteilung an:
a)    die Parteien;
b)    den Bezirksrat Zürich.

Referenzen

Bestimmungsliste

  • VB.2025.00327Staatshaftung für private Dienstwagennutzung
Offizielle Quelle