6B_304/2026
Bundesgericht
Identitätsmissbrauch; Strafzumessung
30. Juli
Sachverhalt
Zwischen Dezember 2023 und Januar 2024 gab A.________ unter den Identitäten mehrerer Personen, darunter B.________, sieben Online-Bestellungen auf, um die Waren zu erhalten, ohne sie zu bezahlen. Sie wurde wegen Betrugs und Identitätsmissbrauchs verurteilt; das kantonale Gericht bestätigte diese Verurteilung.
Erwägungen
• Betrug und Identitätsmissbrauch stehen in echter Konkurrenz, wenn die Identität einer Person verwendet wird, um das Vermögen von Online-Verkaufsplattformen zu schädigen: Die Straftaten schützen unterschiedliche Rechtsgüter, und ihre Geschädigten fallen normalerweise nicht zusammen.
• Der Umstand, dass beide Straftaten auf einen unrechtmässigen Vorteil gerichtet sind oder dass Betrug strenger bestraft wird, rechtfertigt keine Konsumtion; Art. 179decies CP schliesst zudem eine Strafbarkeitslücke, wenn der Identitätsmissbrauch zur Begehung einer anderen Straftat dient.
Entscheid
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist; die Verurteilung wegen Betrugs und Identitätsmissbrauchs wird bestätigt.