4A_313/2025
Bundesgericht
Staatliche Gerichte statt FIFA-Schiedsgerichtsbarkeit
14. August
Sachverhalt
Ein nationaler Fussballverband kündigte den befristeten Vertrag mit einem professionellen Nationaltrainer vorzeitig wegen unzureichender Resultate. Die FIFA PSC sprach dem Trainer ausstehende Lohn- und Schadenersatzforderungen zu; das TAS bestätigte diesen Entscheid.
Erwägungen
• Die Vertragsklausel, wonach Streitigkeiten dem «competent court» zu unterbreiten sind, bezeichnet nach dem Vertrauensprinzip die zuständigen staatlichen Gerichte; sie enthält keinen Hinweis auf ein Schiedsgericht und schliesst dessen Zuständigkeit aus.
• Die FIFA-Zuständigkeit nach Art. 22 Abs. 1 lit. c RSTP ist in internationalen Arbeitsstreitigkeiten subsidiär: Vereinbaren die Parteien staatliche Gerichte, entfällt die Zuständigkeit der FIFA und damit jene des TAS vollständig; eine ausdrückliche Wegbedingung ist nicht erforderlich.
Entscheid
Die Beschwerde wird gutgeheissen, der Schiedsentscheid des TAS aufgehoben und die Sache an das TAS zurückgewiesen.