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VB.2026.00093

ZH Verwaltungsgericht

Verwaltungsverfahren

Nachweis der Mittellosigkeit bei Rechtspflegegesuch

Veröffentlicht am 22. August

Entschieden am 30. Juli

Der Volltext wird in der Originalsprache angezeigt (Deutsch).

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2026.00093
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Geschäftsnummer:
VB.2026.00093
Entscheidart und -datum:
Endentscheid vom 30.07.2026
Spruchkörper:
4. Abteilung/4. Kammer
Weiterzug:
Dieser Entscheid ist noch nicht rechtskräftig.
Rechtsgebiet:
Übriges Verwaltungsrecht
Betreff:
Gesuch um Akteneinsicht (Nichteintreten)
[Die Vorinstanz trat auf den Rekurs des Beschwerdeführers mangels fristgerechter Leistung des Kostenvorschusses nicht ein; zuvor hatte sie sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abgewiesen, weil er den Nachweis seiner Mittellosigkeit nicht erbracht habe.] Bei der Frage des Bestehens einer ehelichen Unterhaltspflicht handelt es sich um eine materiellrechtliche (Vor-)Frage, die separat anzuknüpfen und hier mit Blick auf den Wohnsitz bzw. den gewöhnlichen Aufenthalt des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau nach italienischem Recht zu beurteilen ist. Auch ohne eine entsprechende Rechtspflicht können eine tatsächliche gemeinsame Haushaltsführung oder effektive Leistungen eines Ehegatten an den anderen ausserhalb einer solchen allerdings im Rahmen der Beurteilung eines Anspruchs auf unentgeltliche Rechtspflege bedürftigkeitsmindernd wirken. Nach Aufforderung der Vorinstanz, Unterlagen zu seinen finanziellen Verhältnissen und namentlich zu allfälligen Unterstützungsleistungen seiner Ehefrau einzureichen, durfte es der Beschwerdeführer deshalb nicht dabei belassen, darauf hinzuweisen, dass er von der Einreichung einer Steuererklärung befreit sei, er und seine Ehefrau den Güterstand der Gütertrennung nach italienischem Recht vereinbart hätten und seine Ehefrau nicht bereit sei, die Kosten des von ihm geführten Verfahrens zu übernehmen (zum Ganzen E. 2.4). Gegenstandslosigkeit UP. Abweisung.
Stichworte:
EHELICHE UNTERSTÜTZUNGSPFLICHT
INTERNATIONALES VERHÄLTNIS
KAUTIONSSÄUMNIS
MITTELLOSIGKEIT
MITWIRKUNGSPFLICHT
UNENTGELTLICHE PROZESSFÜHRUNG (UP)
VORFRAGE
Rechtsnormen:
§ 7 Abs. 2 lit. A VRG
§ 16 Abs. 1 VRG
Publikationen:
- keine -
Gewichtung:
(1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)
Gewichtung: 4
Verwaltungsgericht
des Kantons Zürich
4. Abteilung
VB.2026.00093
Urteil
der 4. Kammer
vom 30. Juli 2026
Mitwirkend: Abteilungspräsidentin
Tamara Nüssle (Vorsitz), Verwaltungsrichter Reto Häggi Furrer,
Verwaltungsrichter Martin Bertschi, Gerichtsschreiberin Sonja Güntert.
In Sachen
A,
Beschwerdeführer,
gegen
Amt für Jugend und Berufsberatung,
Amtsleitung,
Beschwerdegegner,
betreffend Gesuch um Akteneinsicht,
hat
sich ergeben:
I.
A hat seiner minderjährigen
Tochter Unterhaltsbeiträge zu bezahlen, für die das Amt für Jugend und
Berufsberatung (AJB) auf Gesuch der Kindsmutter hin Inkassohilfe leistet. Er
ersuchte das AJB am 23. April 2025 um Zugang zu allen ihn betreffenden
Dokumenten. Mit Verfügung vom 16. Juli 2025 wies das AJB dieses Gesuch
teilweise ab.
II.
Hiergegen erhob A Rekurs an die
Bildungsdirektion. Nachdem ihn diese mit Verfügung vom 1. Oktober 2025
wegen Wohnsitzes im Ausland zu einem Kostenvorschuss von Fr. 800.-
verpflichtet hatte, stellte er ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege. Mit
Schreiben vom 23. Oktober 2025 forderte die Bildungsdirektion weitere
Unterlagen ein, namentlich Angaben über die Unterstützungsleistungen der
Ehefrau. Nach Einsicht in die hierauf erhaltenen Unterlagen wies sie mit
Verfügung vom 11. Dezember 2025 das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege
ab und setzte A eine Nachfrist zur Bezahlung des Kostenvorschusses an. Mit
Verfügung vom 28. Januar 2026 trat sie mangels fristgerechter Leistung des
Kostenvorschusses nicht auf die Beschwerde ein und auferlegte A die
Verfahrenskosten.
III.
Gegen diese Verfügung erhob A
Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Er beantragte die Aufhebung des angefochtenen
Entscheids sowie die "vollständige Akteneinsicht", eventualiter die
Rückweisung der Sache an die Bildungsdirektion. Sodann ersuchte er um
unentgeltliche Rechtspflege für das Rekurs- und das Beschwerdeverfahren.
Nach Beizug der Akten der
Bildungsdirektion befreite das Verwaltungsgericht mit Präsidialverfügung vom
19. Februar 2026 A von der Kostenvorschusspflicht. Mit Eingaben vom 25. Februar
bzw. vom 18. März 2026 verzichteten das AJB und die Bildungsdirektion auf
Beschwerdeantwort bzw. Vernehmlassung.
Die Kammer
erwägt:
1.
1.1
Das
Verwaltungsgericht ist für die Beurteilung der Beschwerde gegen den
Rekursentscheid der Bildungsdirektion zuständig (§ 19 Abs. 3 und
§§ 41 ff. des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG,
LS 175.2]).
1.2
Der
Rekursentscheid vom 28. Januar 2026 kann als Anordnung, die das Verfahren
abschliesst, gemäss § 19a Abs. 1 VRG angefochten werden. Bei der
Zwischenverfügung vom 11. Dezember 2025, mit der das Gesuch um
unentgeltliche Rechtspflege abgewiesen und dem Beschwerdeführer eine Frist zur
Leistung eines Kostenvorschusses gesetzt wurde, handelt es sich um einen
Zwischenentscheid. Gemäss § 19a Abs. 2 VRG richtet sich die
Anfechtbarkeit von Teil-, Vor- und Zwischenentscheiden sinngemäss nach
Art. 91–93 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110).
Nach dieser Regelung wäre der Beschwerdeführer zwar legitimiert gewesen, diese
Zwischenverfügung selbständig anzufechten; er musste von dieser Möglichkeit
jedoch keinen Gebrauch machen und kann die Verweigerung der unentgeltlichen
Rechtspflege und damit den Zwischenentscheid noch mit Beschwerde gegen den
Endentscheid im Rekursverfahren anfechten (§ 19a Abs. 2 VRG in
Verbindung mit Art. 92 sowie Art. 93 Abs. 1 lit. a und
Abs. 3 BGG; vgl. BGr, 25. August 2023, 1C_196/2023, E. 1).
1.3
Die Beschwerde
wurde am 9. Februar 2026 der italienischen Post übergeben. Massgeblich für
die Fristwahrung ist unter diesen Umständen die Übergabe der Beschwerde an die
schweizerische Post (§ 11 Abs. 2 Satz 1 VRG; Kaspar Plüss in:
Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons
Zürich [VRG], 3. A., Zürich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 11 N. 48).
Unabhängig davon, wann diese erfolgte, wurde die am 13. Februar 2026 beim
Verwaltungsgericht eingetroffene Beschwerde jedenfalls rechtzeitig erhoben.
1.4
Da auch die
übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde
einzutreten.
2.
2.1
Die Vorinstanz
begründete die Abweisung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege in ihrer
Verfügung vom 11. Dezember 2025 im Wesentlichen damit, dass der
Beschwerdeführer verheiratet sei und die eheliche Unterhaltspflicht auch die
Pflicht zur Leistung eines Kostenvorschusses in Rechtsstreitigkeiten des anderen
Ehegatten umfasse. Der Beschwerdeführer habe das Fehlen der ehelichen
Unterhaltspflicht und infolgedessen seine Mittellosigkeit nicht nachgewiesen.
2.2
Gemäss § 16
Abs. 1 VRG haben Private, welchen die nötigen Mittel fehlen und deren
Begehren nicht offenkundig aussichtslos erscheinen, auf Ersuchen Anspruch auf
unentgeltliche Prozessführung. Dies bedeutet, dass ihnen die Bezahlung von
Verfahrenskosten und Kostenvorschüssen zu erlassen ist (VGr, 1. Oktober
2020, VB.2020.00560, E. 1.1; Plüss, § 15 N. 22). Nach § 16
Abs. 2 VRG haben sie überdies Anspruch auf die Bestellung eines unentgeltlichen
Rechtsbeistands, wenn sie nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren
selbst zu wahren. Mittellos ist, wer angesichts seiner – gesamthaft zu
betrachtenden – finanziellen Verhältnisse nicht innert angemessener Frist in
der Lage ist, für die Prozess- bzw. Vertretungskosten aufzukommen, ohne Mittel
zu beanspruchen, die zur Deckung des Grundbedarfs notwendig sind (Plüss,
§ 16 N. 18 ff.).
Die gesuchstellende Person ist
in Bezug auf den Nachweis ihrer Bedürftigkeit mitwirkungspflichtig (§ 7
Abs. 2 lit. a VRG). Ihr obliegt es, ihre Einkommens- und
Vermögensverhältnisse sowie Lebenshaltungskosten umfassend darzustellen und
soweit möglich auch zu belegen (Plüss, § 16 N. 38). An die
Mitwirkungspflicht der Gesuchstellenden werden praxisgemäss hohe Anforderungen
gestellt. So müssen sie ihre finanzielle Situation detailliert aufzeigen und
belegen. Aus den eingereichten Belegen muss auf jeden Fall der aktuelle
Grundbedarf der gesuchstellenden Person hervorgehen; zudem müssen die Belege
über sämtliche ihrer finanziellen Verpflichtungen sowie über ihre Einkommens-
und Vermögensverhältnisse Aufschluss geben (BGr, 23. Dezember 2022, 8C_495/2022,
E. 5.2; VGr, 18. Dezember 2025, VB.2025.00179, E. 7.2; Plüss,
§ 16 N. 38). Die Entscheidinstanz muss unbeholfene Gesuchstellende
auf ihre Mitwirkungspflicht aufmerksam machen und ihnen darlegen, dass und wie
sie ihre Mittellosigkeit zu belegen haben (Plüss, § 16 N. 39).
Gelingt es der gesuchstellenden Person in ihrer ersten Eingabe nicht, die
Bedürftigkeit zur Zufriedenheit der Entscheidinstanz nachzuweisen, ist sie zur
Klärung aufzufordern. Die Behörde ist aber nicht zur umfassenden Abklärung von
Amtes wegen verpflichtet (BGr, 23. Dezember 2022, 8C_495/2022, E. 5.2
mit Hinweisen).
2.3
Das schweizerische
Eherecht sieht eine eheliche Beistands- und Unterhaltspflicht vor (Art. 159
Abs. 3 und Art. 163 des Zivilgesetzbuchs [ZGB, SR 210]). Diese
geht dem Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege vor und umfasst die Leistung
von Prozesskostenvorschüssen; das heisst, der eine Ehegatte ist gehalten, dem
anderen in Rechtsstreitigkeiten durch Leistung von Prozesskostenvorschüssen
beizustehen (BGE 148 III 21 E. 3.1, 146 III 203
E. 6.3, 142 III 36 E. 2.3; Bernhard Isenring/Martin A.
Kessler, Basler Kommentar, 2022, N. 17).
Der Anspruch ergibt sich aus dem
materiellen Recht (BGr, 7. März 2022, 5A_716/2021, E. 3; BGE 148 III 21
E. 3.1) und gilt bei jedem Güterstand (Michael Rüegg/Viktor Rüegg, Basler
Kommentar, 2025, Art. 117 ZPO [Zivilprozessordnung vom 19. Dezember
2008, SR 272] N. 13; Roland Sarbach, Berner Kommentar, 2026,
N. 34). Folglich haben auch Eheleute, die unter dem
Güterstand der Gütertrennung nach leben, keinen
Anspruch auf unentgeltliche Prozessführung bzw. Erlass von
Prozesskostenvorschüssen, sofern der Ehegatte bzw. die Ehegattin den
betreffenden Betrag leisten kann.
Den Nachweis über die fehlende
eheliche Unterstützungspflicht hat die gesuchstellende Person zu erbringen
(BGr, 21. Januar 2022, 1C_519/2021, E. 3.3.1 mit Hinweisen).
2.4
Die Vorinstanz
hielt dem Beschwerdeführer in ihrem Zwischenentscheid vom 11. Dezember
2025 – wie aufgezeigt – entgegen, den "Nachweis der fehlenden ehelichen
Unterstützungspflicht" seiner Ehefrau nicht erbracht zu haben, und
verweigerte ihm die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung. Dabei
wendet sie Schweizer Recht an, doch liegt in Anbetracht des Wohnsitzes des Beschwerdeführers
und seiner Ehefrau bzw. ihres gewöhnlichen Aufenthalts in Italien ein
internationaler Sachverhalt vor, sodass sich die Frage des Bestehens einer
allfälligen ehelichen Unterstützungs- und Beistandspflicht unter Umständen gar
nicht nach Schweizer Recht beurteilt.
Zwar unterstehen
verfahrensrechtliche Fragen grundsätzlich – unabhängig von der
Staatsangehörigkeit der Verfahrensbeteiligten – dem Recht des Prozessgerichts
(lex fori) und bestimmt Art. 11c des Bundesgesetzes über das
Internationale Privatrecht vom 18. Dezember 1987 (IPRG, SR 291) unter
dem Titel "Unentgeltliche Rechtspflege" explizit, dass Personen mit
Wohnsitz im Ausland die unentgeltliche Rechtspflege unter den gleichen
Voraussetzungen gewährt wird wie Personen mit Wohnsitz in der Schweiz. Bei der
Frage des Bestehens einer ehelichen Beistands- und Unterhaltspflicht handelt es
sich jedoch nicht um eine verfahrensrechtliche, sondern um eine
materiellrechtliche (Vor-)Frage, die separat anzuknüpfen und hier mit Blick auf
den Wohnsitz bzw. den gewöhnlichen Aufenthalt des Beschwerdeführers und seiner
Ehefrau nach italienischem Recht zu beurteilen ist (vgl. Art. 48 Abs. 1
IPRG bzw. in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 des [Haager]
Übereinkommens vom 2. Oktober 1973 über das auf Unterhaltspflichten
anzuwendende Recht [SR 0.211.213.01]). Aus kann
jedenfalls nicht abgeleitet werden, dass die betreffende Rechtsfrage stets nach
schweizerischem Recht zu beurteilen wäre (vgl. auch OGr Zürich, 23. Juli
2020, RE200010, E. 2), normiert diese Bestimmung doch lediglich die
bundesgerichtliche Praxis, dass der Wohnsitz (und die Staatsangehörigkeit) ohne
Bedeutung für den Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege ist (Lorenz Droese,
Basler Kommentar, 2021, N. 1; vgl. BGE 120 Ia 217).
Auch ohne eine entsprechende
Rechtspflicht können eine tatsächliche gemeinsame Haushaltsführung oder
effektive Leistungen eines Ehegatten an den anderen ausserhalb einer solchen
allerdings im Rahmen der Beurteilung eines Anspruchs auf unentgeltliche
Rechtspflege bedürftigkeitsmindernd wirken (vgl. für Konkubinatspartner etwa
BGr, 15. Dezember 2008, 9C_859/2008, E. 3.4 mit Hinweisen; ferner BGE 142
III 36 E. 2.3). Im Fall des Beschwerdeführers kommt hinzu, dass das
italienische Recht eine der schweizerischen Regelung entsprechende eheliche
Unterstützungs- und Beistandspflicht kennt, die vom vereinbarten Güterstand
unberührt ist (Art. 143 Codice civile [testo del Regio Decreto 16 marzo
1942, n. 262]).
Zwischen dem Beschwerdeführer
und seiner Ehefrau besteht unstreitig eine intakte eheliche Gemeinschaft. Nach
Aufforderung der Vorinstanz vom 23. Oktober 2025, weitere Unterlagen zu
seinen finanziellen Verhältnissen und namentlich zu allfälligen
Unterstützungsleistungen seiner Ehefrau einzureichen, durfte es der
Beschwerdeführer deshalb nicht einfach dabei belassen, darauf hinzuweisen, dass
er aufgrund des von ihm deklarierten Einkommens in Italien (2023 bzw. 2024) von
der Einreichung einer Steuererklärung befreit (gewesen) sei, er und seine
Ehefrau den Güterstand der Gütertrennung nach italienischem Recht (vgl.
Art. 215 Codice civile) vereinbart hätten und seine Ehefrau nicht bereit
sei, die Kosten des von ihm geführten Verfahrens zu übernehmen. Um der ihm nach
§ 16 VRG obliegenden umfassenden Mitwirkungspflicht nachzukommen, hätte er
vielmehr konkret nachweisen müssen, wie hoch das von ihm und seiner Ehefrau (zuletzt)
erzielte Einkommen ist bzw. war, über welche Vermögenswerte er und seine
Ehefrau verfügen und wie hoch ihre Lebenshaltungskosten aktuell sind bzw. in
welchem Umfang sich seine Ehefrau konkret an seinen Lebenshaltungskosten
beteiligt, zumal letztere gegenüber der Vorinstanz am 10. November 2025 schriftlich
erklärte, dass der Beschwerdeführer in einer Immobilie wohne, die ihr gehöre,
ohne Miete bezahlen zu müssen, und sie zudem seine Fahrzeugkosten übernehme
sowie bei Bedarf auch seine (Wohnungs-)Nebenkosten. Zu beachten ist ferner,
dass die Einkommens- und Vermögenssituation der um unentgeltliche Rechtspflege
ersuchenden Person immer in Beziehung zur Höhe der mutmasslich anfallenden
Prozesskosten – von hier Fr. 800.- – zu setzen und ihre Mittellosigkeit
bereits zu verneinen ist, wenn sie in der Lage ist, die zu erwartenden Kosten
aus ihrem Vermögen oder ihrem den prozessualen Zwangsbedarf übersteigenden
Einkommensüberschuss innert absehbarer Zeit, bei weniger aufwändigen Prozessen
innert Jahresfrist, bei anderen innert zweier Jahre, zu tilgen.
2.5
Damit ging die
Vorinstanz zu Recht davon aus, dass der Beschwerdeführer seine Mittellosigkeit
(trotz Aufforderung) nicht rechtsgenüglich nachgewiesen habe, und ist die Kautionierung
des Beschwerdeführers wegen Auslandwohnsitzes unter Abweisung seines Gesuchs um
unentgeltliche Rechtspflege bzw. Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses
nicht zu beanstanden.
3.
Nach dem Gesagten ist die
Beschwerde abzuweisen.
4.
Das Verwaltungsgericht hat die
Akten der Vorinstanz beigezogen, womit dem entsprechenden Antrag des Beschwerdeführers
entsprochen wurde. Einen Antrag auf Einsicht in die Akten des Verfahrens vor
Verwaltungsgericht stellt der Beschwerdeführer ausdrücklich nicht. Bei seinem
Antrag auf "vollständige Akteneinsicht" handelt es sich
offensichtlich um den Antrag in der Hauptsache, der bei diesem Ausgang des Verfahrens
nicht zu behandeln ist.
5.
Die Kosten des Beschwerdeverfahrens
sind umständehalber auf die Gerichtskasse zu nehmen (Plüss, § 13 N. 63 f.;
siehe auch VGr, 28. Mai 2026, VB.2026.00099, E. 4.2).
Mangels
Kostenbelastung ist das Gesuch des Beschwerdeführers um
unentgeltliche Prozessführung für das Beschwerdeverfahren als gegenstandslos
geworden abzuschreiben
Demgemäss erkennt die Kammer:
1.    Die Beschwerde wird abgewiesen.
2.    Die
Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf
Fr. 1'500.--;    die übrigen Kosten betragen:
Fr.      70.--
Zustellkosten,
Fr. 1'570.--
Total der Kosten.
3.    Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse
genommen.
4.    Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen
Prozessführung wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.
5.    Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes
vom 17. Juni 2005 (SR 173.110) erhoben werden. Die Beschwerde
ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht,
1000 Lausanne 14, einzureichen.
6.    Mitteilung an:
a)    die Parteien, an den Beschwerdeführer mittels Publikation von Rubrum und
Dispositiv im Amtsblatt des Kantons Zürich;
b)    die Bildungsdirektion.

Referenzen

Bestimmungsliste

  • VB.2026.00093Nachweis der Mittellosigkeit bei Rechtspflegegesuch
Offizielle Quelle